powered by Motorsport.com
  • 12.08.2022 · 12:10

  • von Stefan Leichsenring

Tesla Model Y bekommt angeblich M3P-Batterie von CATL

Das Tesla Model Y soll angeblich ab 2023 eine neue Batterie von CATL erhalten, bei der dotiertes Lithiumeisenphosphat (LFP) eingesetzt wird

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Tesla will angeblich neue Batterien im Model Y (jetzt Tesla Model Y Gebrauchtwagen kaufen) nutzen. Ab Anfang 2023 soll das Elektro-SUV die so genannte M3P-Batterie vom chinesischen Hersteller CATL bekommen. Ab dem vierten Quartal wird Tesla die neue Batterie testen, so ein Bericht von CNevPost unter Berufung auf chinesische Quellen. Ab Anfang 2023 soll die Batterie dann im Model Y mit 72-kWh-Akku eingesetzt werden.

Tesla Model Y

Tesla Model Y Zoom

Die in Deutschland ausgelieferten Model Y (die aus China und wohl auch die aus Grünheide) besitzen seit 2022 eine 79-kWh-Batterie mit 2170-Zellen von LG, die NMC- oder NMCA-Chemie nutzen, so Informationen des TTF-Forums. Die WLTP-Reichweite dieser Autos liegt laut deutschem Tesla-Konfigurator bei 533 km für die Long-Range-Dual-Motor-Variante beziehungsweise 514 km für das Performance-Modell, das ebenfalls eine Dual-Motor-Antrieb besitzt.

Neben zwei Dual-Motor-Versionen wird in China laut Konfigurator allerdings auch noch eine Variante mit Heckantrieb und kleinerer Reichweite offeriert; vermutlich geht es um diese Batterie.

Energiedichte um 15 bis 20 Prozent verbessert

Nach dem CNevPost-Bericht zum Model Y nutzt die M3P-Batterie ein dotiertes LFP-Material für die Kathode. Dabei wird in der Olivinstruktur von LFP ein Teil des Eisens durch Metalle wie Magnesium, Zink oder Aluminium ersetzt:

"M3P batteries use the olivine structure of LFP as the base lattice structure by doping two of the metal elements such as magnesium, zinc and aluminum to replace iron at some points, according to a research note by Shengang Securities late last month." (CNevPost am 3. August)

Nach einem ersten Bericht von CNevPost vom 12. Juli sollte die M3P-Batterie eine LMFP-Chemie besitzen. Statt Lithiumeisenphosphat wie bei den bekannten LFP-Akkus wird hier Lithium-Mangan-Eisen-Phosphat eingesetzt. Das soll die Energiedichte gegenüber LFP um 15 bis 20 Prozent auf bis zu 230 Wattstunden pro Kilo steigen, obwohl die Kosten praktisch gleich bleiben.

LMFP-Batterien momentan der letzte Schrei

Allerdings widersprach CATL offenbar umgehend den Berichten, die M3P mit LMFP-Chemie gleichsetzten, so ein weiterer CNevPost-Artikel:

"CATL is developing the M3P battery, which is different from the lithium manganese iron phosphate (LMFP) battery, Southern Finance said today, citing the company's investor relations source. Details about the battery are subject to the company's announcement, the source added." (CNevPost am 13. Juli)

LMFP-Batterien sind offenbar derzeit in der Batterie-Szene der letzte Schrei. Auch Tesla, Nio und BYD sollen an der neuen Batteriechemie forschen und Gotion hat angeblich im Juni eine LMFP-Batterie patentiert. CATL aber nutzt bei seiner M3P-Batterie offenbar eine andere Chemie, wenn wir die Berichte in CNevPost recht verstehen.

Mehr zu CATL:

Ford nutzt bald LFP-Akkus von CATL - im Mach-E und im Lightning
CATL zeigt neue Qilin-Batterie und verspricht 1.000 km Reichweite

Quelle: CNevPost zum Model Y

Neueste Kommentare

Anzeige

Eigene Webseite?

Kostenlose News-Schlagzeilen und Fotos für Ihre Webseite! Jetzt blitzschnell an Ihr Layout anpassen und installieren!