powered by Motorsport.com
  • 19.09.2022 · 13:56

  • von Roland Hildebrandt

Bugatti Centodieci und EB110 Supersport: Brüder im Geiste

Sowohl beim Namen als auch bei der Optik zitiert der Bugatti Centodieci den EB110 - Jetzt haben sich beide für eine Fotostrecke getroffen

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Während die Produktion der Bugatti Centodieci weiter voranschreitet, verdeutlicht das jüngst fertiggestellte Exemplar den Einfluss des legendären EB110 Supersport auf die Designentwicklung seines Nachfolgers mehr denn je. Was sich auch im Namen widerspiegelt: Centodieci heißt 110 auf Italienisch.

Bugatti Centodieci: Inspiriert vom legendären EB110 Supersport

Bugatti Centodieci: Inspiriert vom legendären EB110 Supersport Zoom

"Der EB110 ist einzigartig in der Geschichte von Bugatti. Mit der Wiedergeburt der Marke in den 1980er-Jahren, tauchte der EB110 mit diesen zeitlosen Sportwagenproportionen auf", erklärt Achim Anscheidt, Bugatti Design Director.

"Das Design wurde von Giampaolo Benedini entworfen, dem Architekten, der für die vom Bauhaus-Stil inspirierte Fabrik in Campogalliano verantwortlich war. Die einprägsame grafische Linienführung und raffinierten Formen des EB110 spiegeln diesen architektonischen Ansatz wider. Wir wollten also herausfinden, warum dieses Auto so aussah, wie es aussah, und haben das für einen modernen Bugatti neu interpretiert."

Luftstrom beim Centodieci modernisiert

Die Ähnlichkeiten sind offensichtlich. Der EB110 Supersport ist mit fünf Kühllöchern in der B-Säule versehen, die notwendig sind, um dem 3,5-Liter-V12-Motor mit vier Turboladern Luft zuzuführen. Diese Luft strömt durch den glasbedeckten Motorraum und tritt durch zehn Schlitze im Heck aus.


Fotostrecke: Bugatti Centodieci und EB110 Supersport: Brüder im Geiste

Beim Centodieci wurden diese Elemente neu interpretiert und modernisiert: Die Luft strömt durch die fünf Kühlöffnungen am Scheitelpunkt der neu geformten Bugatti C-Linie, über den W16-Motor - der unter einer EB110-inspirierten Glasabdeckung liegt - und durch das Heck wieder hinaus, unter anderem durch neue Lichtleisten, die wie die Lüftungsschlitze des EB110 Supersport aussehen.

Am Heck beherbergt ein vergrößerter Heckdiffusor die vertikal angeordnete Vierfach-Auspuffanlage, eine moderne Hommage an die Doppelrohre des EB110 Supersport.

Trotz Chiron-Basis: Centodieci völlig neues Auto

Der 1.600 PS starke Centodieci sprintet in 2,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h, in 6,1 Sekunden auf 200 km/h und in 13,1 Sekunden auf 300 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 380 km/h begrenzt.

"Wir verwenden zwar den Antriebsstrang und das Monocoque des Chiron als Basis, aber die Entwicklung des Centodieci-Designs war so umfangreich, dass wir im Grunde ein völlig neues Automobil entworfen haben. Nur so können wir das gewünschte Leistungs-Niveau und diese stilistische Perfektion erreichen", sagt Nils Sajonz, Leiter Abteilung Sonderprojekte im Bugatti Design Team.

Das Designteam konzentrierte sich auf die Neugestaltung der ikonischen Silhouette des EB110 Supersport, die schon im Stand nach vorne zu springen scheint. Das bedeutete eine völlig neue Dachlinie und ein neues Profil zu entwerfen.

So sitzt die Front viel niedriger und das Heck deutlich höher. Die neue, von einem Visier inspirierte Glasabdeckung legt sich quasi nahtlos um die Karosserie, die neue Frontpartie ist vom dezenteren Bugatti Hufeisengrill des EB110 inspiriert.

Mehr von Bugatti:

Bugatti W16 Mistral debütiert als Roadster mit 1.600 PS
Bugatti W16: Die Geschichte eines Mega-Motors

Nachdem die Proportionen feststanden, versuchte das Designteam, Elemente der Oberflächen und Details des EB110 ins 21. Jahrhundert zu transferieren. Die Seiten des Centodieci generieren ein Spiel aus Licht und Schatten mit nur sanften Rundungen, während die plattenartigen Scheinwerfer des EB110 am Centodieci zu hochmodernen, flachen LED-Scheinwerfern werden - eine Sonderentwicklung nur für dieses Projekt.

Vom Bugatti Centodieci werden nur zehn Exemplare exklusiv und in Handarbeit gefertigt und bis Ende des Jahres an Kunden ausgeliefert, wobei jedes Exemplar bereits zu einem Stückpreis von acht Millionen Euro verkauft wurde.

Neueste Kommentare

Anzeige

Motorsport-Total Business Club

Jetzt zum Livestream!