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  • 13.04.2022 · 10:02

  • von Christopher Smith, Übersetzung: Stefan Wagner

Bugatti Centodieci nach 50.000 Testkilometern serienreif

Die Anzahl an gebauten Centodieci wird sich an zwei Händen ablesen lassen, trotzdem hat Bugatti 50.000 Testkilometer auf einen Prototypen gejagt

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Wird auch nur einer der 10 Käufer des Bugatti Centodieci 50.000 Kilometer auf sein 8 Millionen Euro teures Hypercar schrubben? Vermutlich wird das Gros der EB-110-Hommagen nicht einmal 5.000 Kilometer auf den Tacho kriegen. Bugatti hat das freilich nicht davon abgehalten, seinen Centodieci-Prototypen mit ordentlich Kilometern vollzupumpen. Jetzt ist die Testphase allerdings zu Ende.

Bugatti Centodieci (2022)

Bugatti Centodieci (2022) Zoom

Um das gebührend zu feiern, haben die Molsheimer nun 10 neue Bilder ihres - sorry - durchgenudelten Centodieci Testwagens veröffentlicht. Wir wissen nicht, ob es sich dabei um das selbe Auto handelt, das 2019 in Pebble Beach debütierte, aber es ist definitiv der gleiche Wagen, der vor gut einem Jahr seine Runden am Nürburgring drehte.

Und der Wagen, der bereits in einem überdimensionalen Eisfach, einer Wüste und einem Windkanal gesichtet wurde. Dieses Auto war im Prinzip überall. Ganz final jetzt auch auf dem legendären Testgelände in Nardo.

"Nur" 380 km/h Höchstgeschwindigkeit

Laut Bugatti nötigte man dem Centodieci Stresstests von 1.200 Kilometer pro Tag auf dem weitläufigen Rund ab. Das beinhaltete auch Sprints bis hinauf zur elektronisch begrenzten Höchstgeschwindigkeit von 380 km/h. Diese ist tatsächlich geringer als die 420 Sachen, die man dem "normalen" Chiron zugesteht.


Fotostrecke: Bugatti Centodieci nach 50.000 Testkilometern serienreif

Obwohl sein Design eine Verbeugung vor dem epischen EB110 aus den 1990ern ist, basiert der Centodieci natürlich auf dem Chiron. Allerdings darf der 8,0-Liter-W16 hier noch ein wenig mehr Druck erzeugen. 1.600 PS sind es insgesamt, 100 mehr als in allen anderen Chirons.

Man habe, sagt Bugatti, seit über hundert Jahren höchste Qualitätsanforderungen an seine Produkte. Diese lebe die Marke bis heute fort. Und so müsse der Centodieci auch noch in 100 Jahren seinem Besitzer ein einzigartiges Fahrerlebnis vermitteln. Wir würden hier gerne für Sie am Ball bleiben, aber das dürfte für die meisten von uns schwierig werden.

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"Der Centodieci wird bewusst an seine Belastungsgrenze gefahren, um auch in extremen Situationen ein perfektes und absolut zuverlässiges Fahrverhalten auf höchstem Niveau zu garantieren. Auch wenn die meisten Fahrzeuge nie in diesen Belastungsbereich vordringen, wird er erprobt.

Das ist die Philosophie der Marke, dafür betreiben wir diesen enormen Test-Aufwand. Bugatti steht nun mal für höchste Qualitätsanforderungen, Langlebigkeit und Kundenzufriedenheit", sagt Carl Heilenkötter, Projektleiter für One-Off und Few-Off-Projekte bei Bugatti.

Die Fertigung des Centodieci wird in wenigen Wochen im Atelier in elsässischen Molsheim beginnen. Alle zehn Einheiten werden noch in diesem Jahr an ihre Besitzer ausgeliefert.

Quelle: Bugatti

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