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  • 15.01.2007 · 10:53

Beck LM 800: Schweizer Kracher

Noch ist er ein Unikat und verfügt über 650 PS: der Schweizer Supersportwagen Beck LM 800. Doch 1.000 PS und mehr hat René Beck im Visier...

(Motorsport-Total.com/autogericke.de) - Die Überraschung der Wiener Show für Luxus-Fahrzeuge gelang der Beck Engineering & Composites GmbH aus Muri bei Bern. Nach dem Orca C113 vor einigen Jahren präsentierte sie jetzt einen "weißen Hai", der - ultraflach und nur 900 Kilo schwer - die Straßen im Eiltempo verschlingen soll.

Beck LM 800

Der Beck LM 800 soll eines Tages 1.000 PS leisten

Firmeninhaber René Beck, der sich seit 20 Jahren mit dem Bau von Prototypen beschäftigt, wagte jetzt einen großen Schritt nach vorn, getreu seiner Devise: "Wir beginnen dort, wo andere bereits aufgegeben haben."#w1#

Und nach dem Motto, dass sich die Form der Funktion unterzuordnen habe, stellte er einen fahrfähiges Gerät auf die Straße, das einmal mehr alle Merkmale eines Super-Sportwagens in sich vereint.

Leichtbauweise par excellence demonstriert die Wahl seiner Materialien: Um das Monocoque aus Verbundstoffen ranken sich Teile aus Carbon, Kevlar, Aluminium, Titanium und Magnesium. Der knapp vier Meter lange aber über zwei Meter breite Renner wartet mit einem niedrigen Luftwiderstands-Beiwert auf.

Der 4,2-Liter-V8-Turbo serviert 650 PS mit einem maximalen Drehmoment von 900 Newtonmetern bei 5.000 Touren. Damit ist eine explosive Beschleunigung auf Tempo 100 in drei Sekunden und auf 200 km/h in deren sieben ebenso realistisch wie eine Topspeed von gut 350 km/h.

Doch Beck denkt bereits eine Motorisierung, die die 1.000-PS-Marke überschreiten soll. Das wäre dann wirklich ein Schweizer Kracher in den Ohren eines Herren von Koenigsegg.

Ein semisequenzielles 7-Gang-Getriebe, über Wippe oder konventionellen Schalthebel zu bedienen, sorgt für eine reibungslose Übertragung der Kraft auf die Aluräder. Für Reifenpannen wird kein Wagenheber benötigt, da eine pneumatische Hebevorrichtung, sogenannte "Jacks" wie bei diversen Rennfahrzeugen, eingebaut ist.

Ein aktives - also elektronisch gesteuertes - Fahrwerk erinnert ebenso an die Formel 1 wie die Fahrer-Protektion und das aerodynamische Gesamtkonzept. Der Bug des Beck, eine Mischung aus Ferrari FXX und dem Toyota von 1999, und der Heckflügel sorgen für genügend Abtrieb.

Das digitales Instrumentarium und aus mehreren Kevlar-Lagen zusammengeformte Schalensitze mit durchaus ordentlicher Polsterung passen zu dem relativ puristischen Cockpit, das motorsportlich orientiert ist.

Die Vorstellung des Wagens auf der Motorshow für Luxusfahrzeuge und nicht in einem Forum für gut betuchte Sportwagenfreaks hat in der Hinsicht eine Berechtigung, da Beck 750.000 Schweizer Franken für seine Kreation verlangt.

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