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Exklusiv: P4/5 Competizione kommt mit KERS

US-Milliardär James Glickenhaus und Fahrzeug-Entwickler Paolo Garella gehen neue Wege: Der P4/5 Competizione wird mit einem Hybridsystem aufgerüstet

(Motorsport-Total.com) - Beim letztjährigen 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife war der spektakuläre P4/5 Competizione ein echter Augenschmaus. Das Fahrzeug, das US-Milliardär und Ferrari-Fan James Glickenhaus in Anlehnung an die legendäre P-Serie von Ferrari exklusiv anfertigen ließ, wurde bei der Jagd in der "Grünen Hölle" zwar mehrfach durch technische Gebrechen zurückgeworfen, aber dennoch verlor niemand der Projektverantwortlichen die Lust.

P4/5

2011 saßen Mika Salo, Nicola Larini und Fabrizio Giovanardi im P4/5 Zoom

Im Gegenteil: Das Technikerteam um Entwickler Paolo Garella nahm sich den Rennwagen, der auf Basis eines F430 entstanden war, noch einmal intensiv zur Brust. Es wurden viele Verbesserungen im Bereich der Aerodynamik entworfen, die größte Änderung befindet sich aber im Antriebskonzept des Autos. Der P4/5 wird 2012 mit einem Hybridsystem ausgestattet. "Wir werden ein System von Magneti Marelli verwenden", bestätigt Garella im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.

Glickenhaus und Garella entschieden sich sehr kurzfristig für die entsprechende Umrüstung. Der P4/5 soll künftig äußerlich an die traditionellen P-Formen erinnern, innerlich aber auf modernste Technik setzen. "Das KERS wird seit vergangenem Jahr bei Magneti Marelli verfeinert. Es ist ein System mit sehr kleinen Batterien, die im Beifahrerraum untergebracht werden. Über einen Elektromotor werden 30 KW zusätzlich an die Hinterachse gegeben", erklärt Garella.

KERS ähnlich wie im Red Bull

In der Experimentalklasse auf der Nordschleife kommt es 2012 also zum großen Duell zweier unterschiedlicher Systeme. Porsche lässt den Hybrid-911er mit Schwungrad-KERS rennen, die Italiener kommen mit einer rein elektrischen Variante. "Mal sehen, ob wir uns behaupten können. Porsche ist Porsche, wir hingegen nur ein kleines Projektteam", sagt der Chefentwickler, "aber ich bin dennoch sicher, dass wir ganz gut aussehen können."

Straßenzulassung: Theoretisch könnte Glickenhaus mit dem Auto ins Büro fahren Zoom

Das Hybridsystem basiert auf jenem KERS, das Red Bull und Toro Rosso in der Formel 1 verwenden. Für den Gebrauch auf der Langstrecke wurde das Paket allerdings umfassend angepasst. Die Arbeiten bei Magneti Marelli dauern derzeit noch an. Der Wagen wird aktuell für den Einbau des Systems vorbereitet. "Im Februar bekommen wir die Komponenten, am 5. März wollen wir dann in Italien zum ersten Mal mit KERS testen", erklärt Garella.

Der P4/5 in Hybridversion wird seinen ersten Renneinsatz beim VLN-Lauf am 14. April auf der Nordschleife erleben, anschließend fährt man auch beim Event am letzten Aprilwochenende. "Wir planen nur diese zwei Einsätze vor unserem Start beim 24-Stunden-Rennen", sagt der erfahrene Ingenieur. "Insgesamt erhoffen wir uns mehr Effizienz. Wir haben daher die Front überarbeitet, einen neuen Unterboden konzipiert, den Heckflügel verändert und am Motor gearbeitet."

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