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Renault Sport F1 Team

Auto und Fahrer
Chassis Renault R.S.17
Motor Renault R.E.17
Reifen Pirelli
Fahrer 1 Nico Hülkenberg
Fahrer 2 Carlos Sainz
 
Steckbrief
Porträt (Stand: 11. Januar 2017) Renault wagte 2016 ein Comeback als Werksteam: Nach der Übernahme des Lotus-Rennstalls gehen die Franzosen nun zum dritten Mal in ihrer Geschichte mit einer eigenen Mannschaft in Formel-1-Rennen und setzen dabei auf Antriebe aus der eigenen Fabrik im französischen Viry. Neben dem Standort Enstone für das Rennteam und einigem technischen Personal des Vorgängers behielt der Konzern auch Jolyon Palmer als Fahrer. 2017 stößt Nico Hülkenberg hinzu.

Rückblende: Von 1977 bis 1985 war Renault erstmals werksseitig in der Formel 1 engagiert. In der Turbo-Ära der Königsklasse stieg die fast ausschließlich mit französischen Piloten besetzte Truppe dank des jungen Alain Prost zum Spitzenteam auf und schaffte es nach zwei dritten Rängen in der Konstrukteurs-WM im Jahre 1983, die Vizemeisterschaft einzufahren. Der "Professor" schrammte nur knapp am ersten Titel seiner Karriere vorbei und trennte sich im Unfrieden. Das Projekt ging vor die Hunde, zwei Saisons später war Schluss.

Historisch gesehen ist das nun übernommene Lotus-Team nicht aus Colin Chapmans legendärem Rennstall, sondern aus der alten Toleman-Truppe hervorgegangen, für die 1984 Ayrton Senna in der Formel 1 debütiert hat. Aus Toleman wurde erst Benetton (ab 1986), dass mit den ersten WM-Titeln Michael Schumachers sowie durch den ebenso streitbaren wie exzentrischen und erfolgreichen Teamchef Flavio Briatore berühmt wurde.

Ab 2002 übernahm dann erstmals Renault in Enstone die Geschicke und machte aus der maroden Benetton-Equipe wieder ein Spitzenteam. Die WM-Titel im Doppelpack durch Fernando Alonso (2005 und 2006), der die Mannschaft 2002 zurück auf die Siegerstraße führte, sind als größte Erfolge dieser Zeit zu nennen. Im Gedächtnis sind sie der Formel 1 auch als Ende der Ära Schumacher und Ferrari geblieben. In den beiden Sahnejahren des Spaniers gebührte auch die Herstellerkrone den Franzosen, doch nach seinem Abgang zeigte die Formkurve nach unten. Der "Crashgate"-Skandal beim Singapur-Grand-Prix 2008 um Briatore, Pat Symonds und Nelson Piquet jun. tat sein Übriges.

Das einstige Weltmeister-Team wurde vor der Saison 2010 von der Investmentgruppe Genii Capital aus Luxemburg übernommen und Lotus getauft, ohne dass eine historische Verbindung zum einstigen Kontrahenten bestanden hätte. Unter der Führung des Finanzinvestors Gerard Lopez gelang es, den Skandal hinter sich zu lassen und ein neues Kapitel in der Teamgeschichte aufzuschlagen. Trotz finanzieller Schreckensmeldungen und schmalem Budget.

Kimi Räikkönen feierte 2012 und 2013 sogar je einen Grand-Prix-Sieg und führte Lotus zu vierten Rängen in der Konstrukteurs-WM. Allerdings war es auch der Finne, der 2013 die eklatanten finanziellen Nöte des Teams offenbarte, indem er öffentlich mitteilte, dass seine Gehälter nicht bezahlt werden konnten. Räikkönen verabschiedete sich in Richtung Ferrari, im Zuge dieser Krise verließ auch Teamchef Eric Boullier Lotus und schloss sich McLaren an. Mit den beiden gingen viele wichtige Techniker, darunter Technikchef James Allison.

Nach einem verspäteten Start in die Testsaison und mit wankelmütigen Renault-Antrieben im Heck hatten die Piloten Romain Grosjean und Pastor Maldonado 2014 nicht zu lösende Probleme mit der Zuverlässigkeit und der Performance, was die schlechteste Saison seit dem Neustart bedeutete. Mercedes-Power sollte für Lotus 2015 der Schlüssel sein, um nach der Seuchensaison zurück zu alter Stärke zu finden, doch der Aufschwung blieb auf moderatem Niveau und die Finanzprobleme nahmen Überhand. Nach einer Hängepartie übernahm Renault im Dezember 2015 90 Prozent am Team, vollbrachte in der ersten Saison als Werksteam jedoch keine Wunder. Es gab nur dreimal Punkte.
Linktipps Offizielle Internetseite
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Teamchef Jerome Stoll & Cyril Abiteboul
beide Frankreich
Teammanager Paul Seaby
Großbritannien
Techn. Direktor Bob Bell
Großbritannien
Chefingenieur Mark Slade
Großbritannien
Chefdesigner Martin Tolliday
Großbritannien
Chefaerodynamiker Pete Machin
Großbritannien
Renningenieure Hülkenberg: TBA
Palmer: TBA
Testfahrer Sergei Sirotkin (Russland)
Weitere Personen Carlos Ghosn (Konzernchef)
Jerome Stoll (Motorsportchef)
Cyril Abiteboul (Geschäftsführer Formel 1)
Alain Prost (Berater und Markenbotschafter)
Nick Chester (Chef Chassisentwicklung)
Rob White (Betriebsdirektor)
Ciaron Pilbeam (Chefrenningenieur)
Remi Taffin (Technikchef Antriebsabeteilung)
Cyril Dumont (Einsatzleiter Motorenwerk)
Andy Stobart (Leiter Kommunikation)
Kontakt Lotus F1 Team
Enstone, Oxfordshire
OX7 4EE
United Kingdom
Tel.: +44 1608 678 000
Fax: +44 1608 678 609
Angestellte 600 (plus 400 in der Motorenabteilung)
Jahresbudget 172 Millionen Euro
Anteilseigner Grigny* (90 Prozent)
Gerard Lopez & Eric Lux (10 Prozent)

*britisches Tochter-Unternehmen Renaults
Formel-1-Debüt 16.07.1977 beim GP Großbritannien / Silverstone
Erste(r) Punkt(e) Platz 4
01.10.1978 beim GP USA / Watkins Glen
Im 18. Rennen des Teams
Erster Sieg 01.07.1979 beim GP Frankreich / Dijon-Prenois
Im 27. Rennen des Teams
Erste Pole Position 03.03.1979 beim GP Südafrika / Kyalami
Im 22. Rennen des Teams
Bestes Erg. Quali Pole Position
Bestes Erg. Rennen Erster
Bestes Erg. WM Weltmeister mit 206 Punkten (Saison 2006)
Weltmeister mit 191 Punkten (Saison 2005)
Die letzten WMs
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
20168
2011732
201016332
WM-Titel
SaisonPunkteSiegePolesPod.SRs
200620687195
200519187183
Starts 337
Siege 35
Quote: 10 Prozent
Punkte 1.368
Quote: 4,06 Punkte pro Rennen
Schn. Rennrunden 31
Quote: 9 Prozent
Poles 51
Quote: 15 Prozent
Ausfallquote 34 Prozent

 

 
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