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Anderlecht gewinnt Titel in spannendem Finale

Davide Rigon hat für den RSC Anderlecht den Meistertitel in der Superleage Formula gewonnen - Der Deutsche Max Wissel hatte im Finale keine Chance

(Motorsport-Total.com) - Der RSC Anderlecht ist um eine Meistertrophäe reicher. Davide Rigon eroberte im Superfinale in Navarra die nötigen Punkte und gewann neben dem Titel auch eine Million Euro Preisgeld. Es war nach 2008 bereits der zweite Meisterschaftsgewinn in der Superleague Formula für den Italiener. Craig Dolby (Tottenham Hotspur) musste sich um zwei Punkte geschlagen geben. Der Deutsche Max Wissel hatte vor dem finalen Wochenende ebenfalls noch Chancen auf den Titel, doch die Plätze sechs und 14 reichten nicht aus.

Davide Rigon

Davide Rigon hat zum zweiten Mal den Superleague-Formula-Titel gewonnen Zoom

Der Tag gehörte Rigon und dem RSC Anderlecht. "Das ist unglaublich, denn es war sehr schwierig, den Titel an diesem Wochenende zu gewinnen. In Rennen zwei wurde ich von Beijing im Heck getroffen. Dabei ging der Motor aus. Ich musste auf Neutral schalten und dann den Retourgang einlegen. Plötzlich sprang der Motor wieder an. Mein Dank geht an Anderlecht, denn es war eine Freude für sie zu fahren. Die Superleague Formula ist eine professionelle Meisterschaft und heute war es eine große Show für alle."

Enttäuscht war Wissel, der für den FC Basel schließlich auf Gesamtrang drei blieb. "Wir sind hierher gekommen, um den Titel zu gewinnen. Leider hat es nicht ganz funktioniert. Im Training waren wir um drei Sekunden langsamer als Davide. Obwohl wir uns verbessert haben, hatten wir nicht die Geschwindigkeit für den Sieg. Trotzdem hat das Team in dieser Saison gut gearbeitet, denn wir hatten keine Defekte. Mit Platz drei bin ich recht zufrieden. Ich glaube nicht, dass wir viel besser abschneiden hätten können."

Eine spannende Saison der Superleague Formula ist damit zu Ende gegangen. Zwölf Rennwochenenden standen auf dem Programm, an denen das Preisgeld von insgesamt fünf Millionen Euro ausgeschüttet wurde. Der Auftakt in Silverstone verlief noch nach Maß für Wissel: Pole-Position. Dolby war aber in den Rennen erfolgreich und holte die Siege in Lauf eins und im Superfinale. Im zweiten Rennen gewann der vierfache ChampCar-Meister Sébastien Bourdais für Lyon.

Nächste Station war das holländische Assen, wo sich Rigon mit der Pole-Position erstmals an der Spitze zeigte. Der Italiener machte es Dolby nach und entschied Rennen eins und das Superfinale für sich. Eine starke Vorstellung zeigte auch Chris van der Drift. Im ersten Rennen war er noch mit Getriebeschaden an seinem Olympiacos-Boliden ausgefallen. Dann schlug der Neuseeländer zu und holte an seinem zweiten Rennwochenende gleich einen Sieg. Ein starker Beginn für eine Saison, die für van der Drift noch schwierig verlaufen würde.

Nächster Halt war Magny Cours in Frankreich. Dolby stellte den roten Boliden von Tottenham auf die Pole-Position, doch in den Rennen jubelte ein anderer. Yelmer Buurman triumphierte zweimal für den AC Milan und mischte damit im Titelkampf mit. Rennen zwei entschied Wissel für sich, der damit ebenfalls seinen ersten Saisonsieg feierte.

John Martin vermieste den spanischen Klubs die Feier in Jarama. Pole-Position und Sieg in Rennen eins für Beijing. Der zweite Lauf ging an Frankreich, denn Franck Montagny überquerte für Girondins Bordeaux die Ziellinie als Erster. Im Superfinale zeigte van der Drift einmal mehr sein Talent. Lokalmatadorin Maria de Villota wurde für einen Unfall mit Bourdais disqualifiziert.

Anschließend kehrte die Superleague nach Deutschland auf den Nürburgring zurück. Julien Jousse stellte AS Rom auf die Pole-Position, aber der AC Milan gewann das erste Rennen. Anschließend schlug erstmals Álvaro Parente zu und feierte nach Lauf zwei. Im Superfinale war wiederum van der Drift an der Reihe, der innerhalb von sieben Tagen zum zweiten Mal im Sprint triumphierte.

Seine gute Show ging mit der Pole und dem Sieg in Zolder weiter. Jousse und Rigon sicherten sich die weiteren Rennen. In Brands Hatch wäre es fast mit der Karriere von van der Drift vorbei gewesen. Im zweiten Lauf verunglückte er schwer und wurde mit zahlreichen Verletzungen aus dem Auto geborgen. Bis zum Saisonfinale war der Neuseeländer außer Gefecht, hat sich mittlerweile aber wieder gut erholt. Auf der Rennstrecke fiel Narain Karthikeyan positiv auf, der für den PSV Eindhoven bei seinem ersten Einsatz gewinnen konnte.

Max Wissel

Max Wissel kämpfte bis zum Saisonfinale um den Titel und wurde Dritter Zoom

In Brands Hatch feierte Lyon ein Comeback in der Startaufstellung. Franck Perera hatte das Cockpit von Bourdais übernommen, der vor Zolder entnervt das Handtuch geworfen hatte. Von England ging die Reise weiter nach Italien auf den Adria-Raceway, wo sich Lokalmatador Rigon die Pole-Position schnappte. Von der besten Ausgangsposition holte er auch die Siege in Rennen eins und im Superfinale. Marcos Martinez feierte den ersten Saisonsieg für den FC Sevilla in Lauf zwei.

In Portimão beim neunten Wochenende erhöhte sich die Spannung in der Meisterschaft. Martin holte sich die Pole ganz knapp vor Rigon. Rennen eins ging auch an den Australier, aber dahinter gab es Diskussionen. Buurman bekam eine Durchfahrtsstrafe kurz vor Rennende, weil er im Zweikampf mit Andy Soucek die Streckenbegrenzung nicht eingehalten hatte. Rennen zwei ging überraschend an Neel Jani, der sein Superleague Debüt für Olympiacos feierte. Frédéric Vervisch ließ die Liverpool-Fans im Superfinale feiern.

Dann verließ die Serie Europa für zwei Rennen. Ben Hanley kehrte in Ordos in die Superleague zurück und gewann in China von der Pole-Position aus das Rennen für Olympiacos. In Rennen zwei schlug Vervisch wieder zu, bevor Earl Bamber für den FC Porto die 100.000 Euro Siegprämie für das Superfinale einstrich.

Die Tour in China wurde mit einem Abstecher nach Peking, wo auf einem Straßenkurs gefahren wurde, fortgesetzt. Das zweite Freie Training wurde aufgrund von Problemen mit dem Kurs abgesagt. Parente sicherte sich im letzten Moment die Pole, aber in einem ausfallsreichen Rennen überquerte Dolby die Ziellinie als Erster. Parente schlug in Lauf zwei zu, bevor das Superfinale aufgrund des Wetters und der Streckenbedingungen abgesagt werden musste.

Anschließend kehrte die Superleague wieder nach Europa zurück und sorgte für ein spannendes Meisterschaftsfinale in Navarra. Es war bereits die dritte Saison für die Fußballklubs.

Endstand 2010:

01. RSC Anderlecht 699 Punkte
02. Tottenham Hotspur 697
03. FC Basel 1893 667
04. Olympiacos 653
05. AC Milan 631
06. Flamengo 540
07. FC Porto 490
08. AS Roma 458
09. Beijing Guoan FC 453
10. Liverpool FC 439

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