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Randy Mamola: Wie er die Tech-3-Rookies unterstützt

Ex-Rennfahrer Randy Mamola arbeitet bei Tech 3 im Hintergrund und berät Jonas Folger und Johann Zarco - Worauf es für die beiden Rookies ankommt

(Motorsport-Total.com) - Die Rookies von Tech-3-Yamaha begeistern die MotoGP. Johann Zarco sorgte in den ersten vier Rennen für Furore. Der amtierende Moto2-Weltmeister führte schon beim Saisonauftakt in Katar und zeigte sich auch zuletzt in Jerez angriffslustig. In der Anfangsphase überholte der Franzose die Topstars und drang bis auf den zweiten Platz nach vor. Schlussendlich verpasste Zarco als Vierter nur knapp das Podest.

Johann Zarco, Marc Marquez

Johann Zarco überholte auch in Jerez im Spitzenfeld die Topstars Zoom

Mit 35 WM-Punkten ist Zarco in der Tabelle Sechster, Jonas Folger hat 29 Zähler auf dem Konto und ist WM-Achter. Im Hintergrund unterstützt auch Randy Mamola die beiden Rookies. Der US-Amerikaner wurde in den Achtzigerjahren viermal Vizeweltmeister und kennt das Geschäft in- und auswendig. "Alles dreht sich um die Vorbereitung und die Einstellung", sagt Mamola bei 'Eurosport'. "Ich versuche ihnen nie zu sagen, was sie zu tun haben. Ich versuche zu erklären, was andere Fahrer machen. Jonas hört sehr genau dem Team zu."

Mamola ist auch Teil des Management-Teams von Folger und für die Fans vor allem als Fahrer des Ducati-Zweisitzers sichtbar. "Ich habe mehrere Jobs an einem Grand-Prix-Wochenende", lacht der 57-Jährige. "Meine Hauptarbeit ist der Zweisitzer von Ducati, den wir bei zwölf Rennen haben. Ich repräsentiere Monster Energy und bin Teil der Management-Gruppe, die sich um Jonas kümmert. Ich versuche den Fahrern zu helfen und es funktioniert recht gut."

Mamola: "Folger hatte schon immer Talent"

Den Deutschen schätzt er sehr hoch ein: "Er hatte schon immer Talent. Bei Rookies ist es oft so, dass sie nicht genug an sich glauben. Man muss auch realisieren, dass Leute wie Jorge fast ein Jahrzehnt mit der MotoGP in Jerez gefahren sind. Jonas und Johann konnten sich nur im Training vorbereiten und ihr Speed zeigt ihr Talent. In der MotoGP sind die Abstände sehr eng, was es für Rookies zu einer schwierigen Situation macht. Wir versuchen ihnen den Druck zu nehmen."

Jonas Folger

Jonas Folger konnte seine ersten vier MotoGP-Rennen in den Punkten beenden Zoom

Für die Neulinge ist jede Runde wichtig, um Erfahrung zu sammeln und sich zu verbessern. Interessant ist vor allem ein Grand Prix, wenn man direkt hinter Gegnern fährt. "Man kann sehen, wo man sich besser fühlt und wo man Zeit verliert", erläutert Zarco. "Man sieht, dass es wirkliche Topfahrer sind." Vor allem in Austin lernte der Franzose hinter Valentino Rossi, wo der Altmeister besser mit den Reifen umging und wie er in der zweiten Rennhälfte seine Erfahrung ausspielte.

Dass das Level extrem hoch ist, beschreibt Zarco folgendermaßen: "Ich erinnere mich an die 125er-Klasse, wo die Pace sehr hoch war. Ich musste pushen, um vorne zu sein. Das gleiche Gefühl hatte ich in der Moto2, nur war das Level höher. Jetzt ist es ähnlich. Ich gebe alles, aber sie können immer noch mehr geben. Da es mir in den anderen beiden Klassen gelungen ist, glaube ich, dass ich es auch in der MotoGP schaffen kann. Es ist aber schwierig."

Details entscheiden. Daran wird bei Tech 3 hart gearbeitet, so auch beim Test in Jerez am vergangenen Montag. "Wir müssen arbeiten und verstehen, wie viel man mit dem Fahrstil oder der Elektronik machen kann, oder inwieweit wir Chassis und Dämpfung verändern müssen", sagt Zarco. "Diese vier Elemente muss man managen." Für Mamola ist es ein Vorteil, dass Tech 3 mit zwei Rookies arbeitet: "Ich glaube, Tech 3 profitiert davon, dass sie zwei Moto2-Fahrer genommen haben. Sie hatten keine Erfahrung mit der Elektronik und mit den Michelin-Reifen. Deshalb sind sie offen für alles."