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Aleix Espargaro fühlt sich bei Aprilia "super gut"

Aleix Espargaro genießt die Atmosphäre bei Aprilia-Gresini - Wo die RS-GP ihre Stärken hat und in welchem Bereich er sich dringend Verbesserungen wünscht

(Motorsport-Total.com) - Ein sechster Platz in Katar ist die beste Ausbeute von Aleix Espargaro, seit der Spanier in diesem Jahr für Aprilia fährt. Technisch gesehen ist den Italienern über den Winter ein Fortschritt gelungen und man ist im eng umkämpften Mittelfeld. Die Spitze ist noch nicht in Reichweite. Nach den ersten Monaten bei Gresini-Aprilia ist Espargaro die klare Nummer 1 im Team, denn Rookie Sam Lowes tut sich schwer und wartet noch auf seinen ersten WM-Punkt.

Aleix Espargaro

Im Gresini-Aprilia-Team fühlt sich Aleix Espargaro pudelwohl Zoom

Obwohl es in Argentinien und Texas Tiefpunkte gab, ist Espargaro zufrieden: "Für mich ist die Atmosphäre in einem Team sehr wichtig. Seit ich bei Aprilia bin, geben sie mir alles, was ich mir wünsche. Ich fühle mich super gut. Das ist sehr wichtig." Auch bei Suzuki startete Espargaro als Teamleader, doch er stand vor allem im zweiten Jahr im Schatten von Maverick Vinales. In zwei Jahren bei Suzuki schaffte Espargaro keinen Podestplatz, während Vinales ein Rennen gewinnen konnte.

Trotzdem findet Espargaro für Suzuki lobende Worte: "Ich fühlte mich auch bei Suzuki wohl. Es ist für mich das beste Team im Fahrerlager. Für das Leben eines Fahrers im Paddock ist Suzuki unglaublich, du bist der Star. In meinem zweiten Jahr fühlte ich mich wegen der technischen Seite nicht mehr so. Ich konnte mich nicht verbessern, wir hatten immer das gleiche Problem. Mit meinem Crewchief stellten wir das Bike auf den Kopf, aber wir kamen nicht vorwärts."


Fotos: MotoGP in Jerez, Girls


Der Neustart im italienischen Team war für Espargaro deshalb der richtige Schritt: "Seit ich bei Aprilia bin, bekomme ich alles, inklusive vieler neuer Teile. Sie zeigen mir auch, dass ich ein wichtiger Teil dieses Projekts bin. Die Jungs von Gresini und die Aprilia-Leute sind sehr gut zu mir. Ich fühle aber mehr Druck als bei Suzuki, weil Aprilia noch nie so weit vorne war. Ich spüre, dass ich ein wichtiger Teil dieses Puzzles bin. Sie geben mir auch alles, wonach ich verlange."

Beschleunigung: Wo Espargaro Fortschritte wünscht

Nun liegt es an den Ingenieuren, die RS-GP weiterzuentwickeln. Ein neues Getriebe und ein neues Chassis sind in der Pipeline. "Unser Motorrad hat eine sehr stabile Front", betont Espargaro den positiven Aspekt des Bikes. "Wenn die Strecke viele Bodenwellen hat, haben wir noch Mühe, genau wie in sehr engen Kurven. Aber in schnellen Kurven ist das Bike konstant und bei der Front sehr stabil. Ich bin ein Fahrer, der mit der Frontpartie eines Motorrades fährt. Mit der Suzuki konnte ich das nicht. Mit der Aprilia kann ich so fahren, wie ich es möchte."

Aleix Espargaro

Neuer Rahmen und Getriebe in der Pipeline, nun soll Beschleunigung besser werden Zoom

Gleichzeitig räumt Espargaro ein, dass noch einiges zur Spitze fehlt: "Trotzdem müssen wir noch viel arbeiten, denn das Bike ist noch nicht fantastisch. Sam ist ein sehr schneller Fahrer, aber er hat Probleme, weil das Motorrad nicht einfach zu fahren ist. Es ist körperlich anstrengend und fühlt sich schwer an." Beim Montagstest probierte Lowes unter anderem eine neue Hinterradschwinge aus. Damit soll die Traktion beim Gasgeben etwas verbessert werden.

Wenn es eine Sache gibt, die Espargaro deutlich verbessert haben will, dann ist das die Beschleunigung. "Der Motor ist generell nicht schlecht. Wenn wir aus Kurven im ersten oder zweiten Gang beschleunigen, verliere ich hinter den anderen Fahrern viel, bis wir in den vierten Gang kommen. Im fünften und sechsten Gang ist der Unterschied zu Honda und Yamaha nicht groß. Obwohl ich einer der größten Fahrer bin, verlieren wir dort nur zwei bis drei km/h. Das ist nicht viel und macht keinen Unterschied bei der Rundenzeit. Aber bei der Beschleunigung verliere ich viel. Das Motorrad ist zu träge, bis wir den vierten, fünften Gang erreichen."

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