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  • 03.12.2016 09:01

  • von Sebastian Fränzschky & David Emmett

Pol Espargaro: "Hatte keine richtige Chance"

KTM-Pilot Pol Espargaro schaut kritisch auf seine Zeit bei Tech 3 und bedauert, dass er noch keine echte Chance hatte, Marc Marquez herauszufordern

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Gewinn der Moto2-WM steig Pol Espargaro 2014 in die MotoGP auf und erhielt von Yamaha die Chance, sein Können im Tech-3-Team zu beweisen. Nach einer starken Debütsaison gelangen Espargaro nicht die erhofften Fortschritte. Yamahas Interesse ließ nach und ein Aufstieg ins Werksteam war für die Japaner kein Thema. Deshalb entschied sich der Spanier dazu, 2017 für KTM zu fahren.

Titel-Bild zur News: Pol Espargaro

Pol Espargaro gelang mit der Tech-3-Yamaha kein Podestplatz Zoom

Wie beurteilt Espargaro seine bisherige MotoGP-Karriere? "Das erste Jahr verlief in etwa so, wie ich es erwartete. Im zweiten Jahr wollte ich mit den Fahrern kämpfen, mit denen ich bereits in der Moto2 kämpfte. Ich besiegte Iannone in der ersten Saison deutlich und kam bei den Rennen viele Sekunden vor ihm ins Ziel. In seinem zweiten Jahr wechselte er ins Ducati-Werksteam und besiegte mich deutlich. Er zerstörte mich komplett", wundert sich Espargaro.

"Im vergangenen Jahr landete ich deutlich vor meinem Bruder (Aleix Espargaro) und Maverick (Vinales), doch 2016 hatten sie ein besseres Motorrad und besiegten mich ebenfalls. Ich erwartete mehr, als wir in den vergangenen drei Jahren erreichten", gesteht der Moto2-Weltmeister der Saison 2013 und bedauert, dass er in den ersten drei Jahren keine Chance in einem Werksteam erhielt.


Fotos: MotoGP-Test in Valencia


"Man muss die richtige Chance haben und ich denke nicht, dass ich diese Chance hatte. Ich hoffe, diese Chance durch den Wechsel zu erhalten. Marc (Marquez), Iannone und Maverick hatten diese Chance", vergleicht er und betont: "Ich habe das Gefühl, dass ich mit diesen drei Fahrern mithalten kann."

Pol Espargaro

Neue Chance bei KTM: Pol Espargaro schaut optimistisch in die Zukunft Zoom

Yamaha stellte nach Jorge Lorenzos Weggang klar, dass man sich von Espargaro mehr erhofft hatte. "Ich bin nicht enttäuscht. Sicher hätten sie mir bei Tech 3 mehr geben können. Es besteht immer die Chance, jemanden mehr zu unterstützen, doch es ist wie es ist. Ich beschwere mich nicht. Sie ermöglichten mir den Aufstieg in die MotoGP", kommentiert er.

"Ich wurde in meiner ersten Saison WM-Sechster. Bereits beim fünften Rennen holte ich einen vierten Platz. Ich zeigte, dass ich das Tempo habe. Doch dann ging es nicht weiter, was sehr schade ist", grübelt Espargaro. "Yamaha war der einzige Hersteller, der an mich glaubte. Sie brachten mich immerhin zu Tech 3. Nun kann ich zu KTM wechseln und werde dort vielleicht eine tolle Zukunft haben. Wer weiß. Man muss immer froh sein, wenn sich Chancen ergeben."

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