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KTM: "Wir können mit unserer Arbeit zufrieden sein"

Bradley Smith erlebt in Jerez einen durchwachsenen Test und stürzt zwei Mal - Testpilot Mika Kallio zeigt, was mit der RC16 momentan möglich ist

(Motorsport-Total.com) - Das KTM-Werksteam nutzte zwischen dem IRTA-Test in Valencia und dem Beginn des Testverbots die Chance und schob einen privaten Test in Jerez ein. Bradley Smith erhielt Unterstützung von Testpilot Mika Kallio, da Stammpilot Pol Espargaro keien Freigabe von Yamaha erhielt. An zwei von drei Tagen fanden die beiden KTM-Piloten gute Bedingungen vor und drehten bei 15 Grad Lufttemperatur und etwa 25 Grad Streckentemperatur ihre Runden.

Titel-Bild zur News: Bradley Smith

Bradley Smith war beim Test in Jerez langsamer als die Superbikes Zoom

"Den radikalsten Schritt bei diesem Test machten wir an der Elektronik", schildert Technikdirektor Sebastian Risse. "Durch die Neuverpflichtungen erhielten wir zusätzlichen Input. Es zahlte sich aus, dass wir bei der Ergonomie bereits zu Beginn des Projekts sehr viele Ressourcen investierten, denn beide MotoGP-Piloten waren diesbezüglich sehr zufrieden."

Kallio umrundete den Kurs in Jerez 171 Mal, Smith kam nur auf 86 Runden. Der Brite kämpft nach wie vor mit den Folgen seiner Knieverletzung. In Jerez stürzte Smith zwei weitere Male und verlor dadurch etwas Selbstvertrauen. Am finalen Testtag verzichtete Smith auf Runden im Nassen und beendete den Test vorzeitig.

"Wir befinden uns am Anfang. Das Niveau ist besser als erwartet", betont Smith, der etwa drei Sekunden zurücklag. "Durch meine Verletzung hatte ich bei diesem Projekt keinen einfachen Start, doch ich denke, dass meine vier ersten Tage mit der KTM RC16 dennoch sehr produktiv waren. Die Eindrücke von Mika und Pol beschleunigten alles ein bisschen."

Mika Kallio

Mika Kallio drehte in Jerez viele Runden mit der neuen KTM RC16 Zoom

"Wir möchten das Motorrad so schnell wie möglich verbessern, doch wir müssen realistisch bleiben", fordert der ehemalige Tech-3-Pilot. "Wir haben nun eindeutige Feedbacks von drei verschiedenen Fahrern und wissen, was verbessert werden muss. Sowohl das Team als auch ich haben in den beiden Monaten vor dem Sepang-Test viel Arbeit vor uns. Ich möchte fitter sein, wenn ich wieder auf das Motorrad steige."

Testpilot Kallio war in Jerez deutlich schneller als Smith und nahm dem Briten mehr als eine Sekunde ab. "Es ist ein Jahr vergangen, seit ich zum ersten Mal auf dem Motorrad saß. Die Zeit flog vorbei, doch wir können mit unserer Arbeit zufrieden sein, die wir in der kurzen Zeit bewältigt haben. Es gibt nicht viele Menschen, die in der Lage sind, solch ein Motorrad zu entwickeln", lobt Kallio die Entwicklung von KTM.


Fotos: MotoGP-Test in Jerez


"Ich bin überzeugt, dass dieses Team früher oder später an der Spitze landen wird", erklärt der Finne, der bei KTM sehr viel Spaß hat: "Ich genieße es sehr, ein Motorrad zu fahren, das sich auf diesem Niveau befindet. Ich genieße auch die Entwicklungsarbeit, weil ich mich schon in der Vergangenheit für die technischen Aspekte interessiert habe. Durch Bradley und Pol kann ich mein Niveau gut vergleichen. Ich hoffe, dass ich mein Tempo bei den geplanten Wildcard-Einsätzen demonstrieren kann."