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Keine Gefahr für Fabio Quartararo: Joan Mir "mit der Situation unzufrieden"

Ex-Weltmeister Joan Mir schaut enttäuscht auf die MotoGP-Saison 2021: Der Suzuki-Pilot hätte Nachfolger Fabio Quartararo gern stärker unter Druck gesetzt

(Motorsport-Total.com) - Yamaha-Werkspilot Fabio Quartararo holte sich in der MotoGP-Saison 2021 seinen ersten WM-Titel. Der Franzose setzte sich klar gegen Ducati-Werkspilot Francesco Bagnaia durch und entschied bereits zwei Rennen vor dem Ende der Saison die Meisterschaft. Titelverteidiger Joan Mir stellte keine Gefahr für Nachfolger Fabio Quartararo dar. Als WM-Dritter zeigte Mir erneut eine gute Saison, beim Kampf um den Titel spielte der Spanier aber eine untergeordnete Rolle.

Joan Mir

Ex-Champion Joan Mir und Nachfolger Fabio Quartararo Zoom

Wie im Vorjahr fuhr Mir eine sehr konstante Saison. Elf Top-5-Platzierungen bei 18 Rennen sind eine starke Bilanz. Doch Konstanz reichte im Gegensatz zur Saison 2020 nicht aus, um sich schlussendlich durchzusetzen.

Nachfolger Quartararo schaffte es ebenfalls elf Mal in die Top 5. Doch der Franzose konnte fünf Siege vorweisen, Mir keinen einzigen. In der Endabrechnung hatte Quartararo 70 Punkte mehr auf seinem Konto.

Kostete Suzukis konservative Herangehensweise den Titel?

Joan Mir holte mit seinen konstant guten Ergebnissen sehr viel aus seinem Paket heraus. Die Konkurrenz von Yamaha und Ducati war aber einen Tick stärker. War Suzuki für den verlorenen Titel verantwortlich? "Nein, so würde ich es nicht sehen. Es war das Ergebnis von vielen Dingen, die sich summierten. Es ist ein bisschen schwierig, das zu erklären", bemerkt Mir im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.


Fotostrecke: Die Karriere-Highlights von Joan Mir

Im Laufe der Saison steigerte Mir den Druck auf Suzuki und forderte Fortschritte. Die Herangehensweise des Weltmeister-Teams von 2020 war sehr konservativ. Während die anderen Hersteller im Winter 2020/2021 deutliche Verbesserungen erzielte, gelang Suzuki kein erkennbarer Fortschritt. Es dauerte bis nach der Sommerpause, bis die Suzuki-Piloten ein Ride-Height-Device verwenden konnten.

Joan Mir hätte gern die Power der Ducati, ...

"Ich bin mit der Situation unzufrieden", lässt Mir durchblicken. "Es ist aber nicht so, dass ich mit Suzuki nicht zufrieden bin. Ich bin unzufrieden, weil wir nicht um den WM-Titel kämpfen konnten und Fabio zu keinem Zeitpunkt unter Druck setzen konnten. Es war nicht das, was ich erwartet habe. Es war eine Enttäuschung. Ich bin enttäuscht. Das trifft es am besten."

Joan Mir

Verlässt Joan Mir Suzuki am Jahresende? Zoom

Mit seiner Suzuki GSX-RR hatte Mir oft nicht die Waffe, die er für einen Sieg benötigt hätte. Wie schätzt der Spanier die Kräfteverhältnisse ein? "Ich kann es nicht genau beurteilen, weil ich lediglich die Suzuki fahren konnte. Doch wenn ich es mir aussuchen könnte, dann würde ich gern die Power der Ducati, die Agilität der Honda, die Haftung der Yamaha und die Konstanz der Suzuki haben", bemerkt er.

Der Vertrag mit Suzuki läuft am Jahresende aus. Es gibt bereits Gerüchte, die Mir mit einem Wechsel zu Repsol-Honda in Verbindung bringen (mehr Informationen).

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