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  • 19.10.2022 · 13:15

  • von G. Dirnbeck, Co-Autoren: O. Puigdemont, A. van Leeuwen

Fabio Quartararo: "Müssen die Yamaha im Rennen an die V4-Bikes anpassen"

Im Training glänzt Fabio Quartararo mit schnellen Zeiten, aber im Rennen ist es schwierig - Er fordert, dass Yamaha das Motorrad mehr an die V4-Bikes anpasst

(Motorsport-Total.com) - Mit dem Ausfall beim Grand Prix von Australien verlor Fabio Quartararo die WM-Führung. Nach 18 Rennen fällt die Statistik eindeutig für Francesco Bagnaia und Ducati sowie gegen Yamaha aus. Quartararo feierte drei Siege und stand siebenmal auf dem Podest.

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo kämpft in den Rennen mit stumpfen Waffen Zoom

Bagnaia hat sechsmal gewonnen und war insgesamt neunmal bei der Siegerehrung dabei. Quartararo hat eine einzige Poleposition erobert. Er startete fünfmal aus der ersten Reihe. Bagnaia hat bisher fünf Poles und insgesamt elf Startplätze in der ersten Reihe erobert.

In den vergangenen acht Rennen hat Bagnaia aus einem Rückstand von 91 WM-Punkten einen Vorsprung von 14 Zählern gemacht. "Ja, ich fahre über dem Limit", sagt Quartararo nach seinem dritten Ausfall (seiner vierten Nullnummer) in dieser Saison.

"Aber für mich ist das nicht das Problem. Das Problem ist, dass wir anders fahren müssen als unsere Gegner. Wenn ich alleine bin, kann man sehen, dass meine Pace super stark ist. Aber im Rennen ist es immer schwierig."

"Deshalb glaube ich, dass wir für die Zukunft ein Motorrad machen müssen, dass besser geeignet ist, um Rennen zu gewinnen. Wir müssen weniger daran denken, so viel Kurvenspeed wie möglich zu haben. Das Motorrad muss mehr zu unseren Gegnern passen."

Da Suzuki aussteigt, wird im nächsten Jahr nur noch Yamaha mit einem Reihenvierzylinder fahren. Und da Yamaha das Satellitenteam an Aprilia verliert, gibt es im nächsten Jahr mit Quartararo und Franco Morbidelli nur zwei Motorräder mit einem Reihenvierzylinder im Feld.

Muss Yamaha einen V4-Motor bauen?

Muss Yamaha auch einen V4-Motor bauen? "Ich weiß es nicht, weil Suzuki so ist wie wir, aber auch sie fahren anders", antwortet Quartararo auf diese Frage. "Natürlich fehlt uns Leistung, aber uns fehlt auch Grip am Hinterrad."

Fabio Quartararo, Maverick Vinales

Fabio Quartararo wünscht sich, dass die M1 im Rennen anders zu fahren wird Zoom

"Daran müssen wir arbeiten. Wir müssen die Kurven enger fahren, mit weniger Kurvenspeed. Für mich ist das am wichtigsten. Alleine war ich auch in Österreich, was nicht die beste Strecke für uns ist, schnell. Ich hatte die beste Pace."

"Wir müssen aber realisieren, dass wir ein Motorrad brauchen, mit dem wir um Siege kämpfen können. Und nicht eines, mit dem wir nur im Training schnell sind. Schließlich macht das keinen Sinn", stellt Quartararo an Yamaha klare Forderungen.

Crutchlow sieht Fortschritte bei der M1 für 2023

Testfahrer Cal Crutchlow fährt aktuell im RNF-Team das gleiche Motorrad wie Quartararo. Über das Jahr gesehen war der Brite aber auch in die Entwicklung der nächstjährigen M1 involviert und hat einige private Testfahrten absolviert.

"Sie wollten mehr Power und mehr Speed. Das haben sie geschafft", sagt Crutchlow über die 2023er-Yamaha. "Aber man muss das auch fühlen und handhaben können. Für mich geht es um die Fahrbarkeit des Motorrads."

"2012 konnte man das Motorrad mit einer Hand am Lenker fahren. Jetzt ist das unmöglich. Sie müssen das Motorrad fahrbarer und stabiler machen. Ich habe eine Idee, wie wir das machen könnten."

Cal Crutchlow, Silvano Galbusera

Cal Crutchlow hat das 2023er-Modell schon mehrmals getestet Zoom

"Es ist aber nicht einfach, sie zu überzeugen das zu tun. Es ist nämlich keine kleine Sache. Unser aktuelles Motorrad ist immer noch ein gutes Motorrad. Das Problem ist, dass es nur für Fabio gut ist", spricht Crutchlow die Probleme von Morbidelli an.

Zwischen Thailand und Australien wäre für Crutchlow ein Test geplant gewesen. Dieser wurde kurzfristig abgesagt. Dafür wird der dreimalige MotoGP-Rennsieger nach Malaysia einen Test absolvieren, um die Motorräder für den Valencia-Test im November vorzubereiten.

"Ich bin sehr optimistisch, was sie zu diesem Test bringen", sagt Crutchlow und betont: "Yamaha arbeitet hart. Ich habe noch nie gesehen, dass Yamaha so hart arbeiten musste. Und ich weiß, dass sie es auch tun. Deshalb bin ich positiv."

"Wir können das Motorrad in einigen Bereichen verbessern. Dann ist es Zeit, dass ich das Motorrad den Jungs übergebe, damit wir ihr Gefühl bekommen." Am Dienstag nach dem Saisonfinale in Valencia werden Quartararo und Morbidelli die neue M1 fahren.

Sie hatten im September beim zweitägigen Misano-Test erst einmal die Möglichkeit, sich einen ersten Eindruck von der neuen Entwicklung zu machen. "Und das war in einer Situation, wo die Strecke viel Grip hatte", gibt Crutchlow zu Bedenken.

"Dabei findet man nicht die gleichen Probleme wie auf anderen Strecken. Wir müssen natürlich noch einiges ausbügeln. Das wird aber erst in Malaysia der Fall sein, denn Yamaha wird den ganzen Winter dafür Zeit haben. Wir können ihnen nur die Informationen geben."

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