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Alex Rins nach Valencia-Test: Die Yamaha M1 ist "ganz anders als die Suzuki"

Beim ersten MotoGP-Test mit der Yamaha M1 verschafft sich Alex Rins einen Überblick und stellt klar, dass es kaum Parallelen zur Suzuki GSX-RR gibt

(Motorsport-Total.com) - Alex Rins absolvierte beim MotoGP-Nachsaisontest in Valencia (zum großen Testbericht) seinen ersten Arbeitstag mit Yamaha. Insgesamt 54 Runden drehte Rins mit der Werks-M1 und verschaffte sich einen Überblick über das Motorrad. Der Spanier beendete den Tag auf der 19. Position und lag 1,311 Sekunden zurück.

Titel-Bild zur News: Alex Rins

Alex Rins wirkte nach seinem ersten Yamaha-Test zufrieden Zoom

"Es war ein richtig guter Tag", freut sich der Yamaha-Neuzugang. "Ich fühlte mich ziemlich wohl auf dem Motorrad. Wir teilten den Tag in zwei Teile auf. Am Morgen fuhr ich mit der Abstimmung, die Fabio (Quartararo) im Rennen verwendet hat. Ich fuhr viele Runden, um das Motorrad zu verstehen und eine gute Sitzposition zu finden, die Lenkerstummel sowie die Fußrasten einzustellen."

"Am Nachmittag testeten wir die neue Verkleidung. Yamaha hat zwei verschiedene Verkleidungen zum Test gebracht. Eine der beiden neuen Verkleidungen funktionierte besser als die bisherige Verkleidung", berichtet Rins und zieht ein positives Fazit: "Ich war mit dem Testtag sehr zufrieden."

Welchen Unterschied er im Vergleich zur MotoGP-Suzuki erkennt

Rins ist der bisher letzte Fahrer, der mit einem Reihen-Vierzylinder-Bike ein MotoGP-Rennen gewinnen konnte. Im Vorjahr bescherte er Suzuki beim MotoGP-Abschiedsrennen einen finalen Sieg, bevor das Team aufgelöst wurde. Da Yamaha in der abgelaufenen Saison sieglos blieb, steht Rins' Suzuki-Erfolg weiterhin als bisher letzter Sieg eines Reihenmotors in der MotoGP-Statistik.

Doch wie ähnlich ist das Gefühl, das Rins auf der Yamaha hatte zu dem auf der Suzuki? Vom Konzept ähneln sich die beiden Bikes. "Im Vergleich zur Suzuki ist es ein ganz anderes Motorrad", erklärt Rins überraschend und nennt einen großen Unterschied: "Ich kann (mit der Yamaha) tiefer in die Kurven hineinbremsen. Das ist gut, weil man dadurch etwas Zeit gutmacht."

Alex Rins lobt den sanften Charakter der Yamaha M1

Das spielerische Handling war jahrelang die große Stärke der Yamaha M1. Doch in den zurückliegenden Jahren ging dieser Vorteil verloren, auch weil Yamaha im Bereich der Aerodynamik den Anschluss verlor.


Fotos: MotoGP-Test in Valencia für 2024


Rins kann nicht bestätigen, dass das Handling der Yamaha zu aggressiv ist, wie einige Yamaha-Piloten zuletzt erklärten: "Für mich fühlte es sich sehr sanft an. Die Gasannahme war sanfter, als ich erwartete. Die Elektronik müssen wir natürlich noch an meinen Fahrstil anpassen. Das Motorrad macht auf mich keinen aggressiven Eindruck."

Alex Rins

Alex Rins testete bereits einige Neuerungen für 2024 Zoom

Ist die Yamaha M1 das perfekte Motorrad für Rins' Fahrstil? "Der größte Unterschied ist nicht, ob das Motorrad einen V4- oder ein Reihen-Vierzylinder-Motor hat", warnt Rins vor voreiligen Schlüssen. "Im Moment macht die Aerodynamik den größten Unterschied aus. Sie sorgt dafür, ob das Motorrad gut einlenkt oder nicht", erklärt der Spanier.

Somit kann die Yamaha den konzeptionellen Handlingvorteil des Reihenmotors nicht mehr ausspielen. "Die Unterschiede bei den Motoren verschwinden", ist Rins überzeugt. Teamkollege Fabio Quartararo beendete den Testtag auf der zwölften Position. Der Franzose lag 0,769 Sekunden zurück.

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