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Aleix Espargaro und Franco Morbidelli nach MotoGP-Training in Assen bestraft

Weil Aprilia vergisst, den Hinterradspoiler zu entfernen, wird Aleix Espargaro ein ganzer Run gestrichen - Franco Morbidelli steht erneut im Weg, diesmal mit Folgen

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Trainingsfreitag der MotoGP in Assen sprachen die FIM-Stewards gleich zwei Strafen aus, von denen eine unmittelbare Auswirkungen auf das Klassement hatte. So verlor Aprilia-Pilot Aleix Espargaro seinen zweiten Platz und fiel sogar ganz aus der Wertung. Der Grund war ein technischer Verstoß.

Aleix Espargaro

Der kleine Flügel vorm Hinterrad kostete Aleix Espargaro seinen Run auf Slicks Zoom

"Während seines dritten Runs im zweiten Freien Training der MotoGP in Assen wurde festgestellt, dass er mit einem Wasserabweiser vor dem Hinterrad fuhr, während er vorne und hinten Slick-Reifen verwendete", heißt es in der Begründung der Kommissare.

Der sogenannte Hinterradspoiler ist aber nur im Nassen erlaubt, weshalb Espargaro sein kompletter letzter Run mit Trockenreifen gestrichen wurde. In der Wertung ist er nur mit seiner persönlichen Regenbestzeit, jedoch ohne Platzierung geführt, da diese nicht innerhalb von 105 Prozent der Bestzeit liegt.

Morbidelli als Wiederholungstäter bestraft

Die zweite Strafe kassierte Yamaha-Pilot Franco Morbidelli, weil er einmal mehr andere Fahrer behinderte. Im zweiten Freien Training wurde er "bei zwei Gelegenheiten beobachtet, wie er langsam auf der Linie fuhr, andere Fahrer behinderte und ein Sicherheitsrisiko verursachte", erklären die Rennkommissare.

Für das Rennen verhängten sie eine doppelte Long-Lap-Penalty gegen den Italiener - auch weil er Wiederholungstäter ist. Am Sachsenring hatte er Aleix Espargaro im dritten Freien Training aufgehalten. Dieser hätte sich schon damals eine Strafe gewünscht.

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli machte sich bei seinen Kollegen zuletzt nicht gerade beliebt Zoom

Doch Morbidelli kam mit einer mündlichen Verwarnung davon. Für Espargaro noch immer unverständlich. "Bei mir ging es um die letzten zehn Minuten im FT3 und mir wurde gesagt, dass sie da besonders achten und streng sind", erinnert sich der Spanier.

Aleix Espargaro: Strafe war schon früher fällig

"Ich war unter dem Streckenrekord unterwegs, als er meine Runde zerstörte. Danach erhielt ich eine Mail, in der sie (die Kommissare; Anm. d. R.) sagten, dass es, weil ich unter den Top 10 bin, kein Problem darstellt. Das war für mich einfach unbegreiflich." Diesmal war Enea Bastianini von Gresini-Ducati der Leidtragende.

Er findet klare Worte: "Ich bin nicht in den Top 10, weil mich Franco in der letzten Schikane aufgehalten hat. Das ist auch nicht gerade ungefährlich. In der Sicherheitskommission werden wir darüber sprechen. Denn so etwas ist in der MotoGP nicht akzeptabel."

"Er kam einfach zurück auf die Strecke und befand sich mitten auf der Rennlinie - in einer sehr schnellen Kurve", schildert Bastianini die Situation. Morbidelli gibt zu: "Ich war in Kurve 11 neben der Strecke und als ich zurückfuhr, kam ich Enea in die Quere. Dafür gab's die Strafe." Diese habe er aber akzeptiert.

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