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Ducati CEO: Moto3 interessant, aber derzeit kein Thema

Ducati-Geschäftsführer Claudio Domenicali erteilt der Moto3 derzeit eine Absage - Trotzdem ist die Serie interessant und ein Einstieg in Zukunft nicht ausgeschlossen

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Herbst äußerte sich Ducati positiv über die Moto3-Klasse. Einen Einstieg schloss man nicht kategorisch aus. "Es gab Gespräche darüber in der Rennabteilung, aber nicht in der gesamten Firma", stellt Ducati-CEO Claudio Domenicali klar. "Die Moto3 ist deswegen nicht der Plan der Firma. Derzeit sieht unser Entwicklungsplan keinen Moto3-Einstieg vor. Aber unser Entwicklungsplan wird jedes Jahr überdacht."

Claudio Domenicali

Ducati-Geschäftsführer Claudio Domenicali ist ein begeisterter Rennfan Zoom

Derzeit sind mit Honda, KTM und Mahindra drei Werke in der kleinsten Klasse aktiv. Unter dem Peugeot-Label steckt auch eine Mahindra. Vor allem Honda und KTM positionierten sich strategisch so, dass sie junge Talente fördern und nach oben bringen können. Honda transferierte Jack Miller direkt von der Moto3 in die MotoGP. KTM legt das Projekt noch größer an und ist ab 2017 in allen drei Klassen mit einem eigenen Team vertreten. So könnte es beispielsweise Brad Binder bis in die Königsklasse schaffen.

Diesen Aspekt sieht auch Domenicali: "Ich kann nicht abstreiten, dass es aus sportlicher Sicht sehr interessant wäre. Man kann junge Fahrer entwickeln und sie bis in die höchste Klasse führen, obwohl man in der Mitte noch das Problem mit der Moto2 lösen müsste." Ohne direkte Verbindung zu den kleineren Klassen muss Ducati so wie Yamaha und Suzuki junge Fahrer von außerhalb rekrutieren. Ein Vorteil sind die drei Kundenteams, wo man Nachwuchstalente positionieren kann.

Ein anderer Punkt, der zum Beispiel im Falle von Mahindra für die Moto3 spricht, ist das technische Konzept. Es wird mit Einzylinder-Viertaktmotoren gefahren. Der Hubraum ist mit 250 Kubikzentimetern begrenzt. Diese kleineren Motoren sind vor allem mit Blick auf die Märkte in Asien und Südost-Asien interessant. Da die Verkaufszahlen für Motorräder in Europa zurückgehen, ist Asien für alle Hersteller sehr wichtig.

"In China wachsen wir jährlich um 60 Prozent", hält Domenicali fest. "Ducati konzentriert sich auf das höhere Marktsegment. Es ist nicht unser vorrangiges Ziel, 100.000 oder 200.000 Motorräder pro Jahr zu verkaufen. Wir wollen die Firma konstant wachsen lassen, profitabel sein und den Wert der Marke steigern. Deswegen sind wir im Premiumsegment. Wir wollen unseren Kunden besondere Modelle von hoher Qualität verkaufen. Das ist unsere Strategie."

Trotzdem kann sich Domenicali vorstellen, in Zukunft andere Motoren und Straßenmodelle zu bauen und nicht am klassischen V2 mit 1,2 Litern Hubraum festzuhalten: "Auf der anderen Seite ist es richtig, dass sich neue Märkte entwickeln. Deswegen ist für die Zukunft nicht ausgeschlossen, dass wir Premium-Motorräder mit kleineren Motoren bauen. Das ist jetzt aber noch nicht entschieden." Im Vorjahr stellte Ducati einen Verkaufsrekord auf. Weltweit setzte man rund 55.000 Modelle ab. Der größte Absatzmarkt war die USA.

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