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  • 04.02.2017 · 08:11

  • von Sebastian Fränzschky & David Emmett

Casey Stoner: Sepang-Test war Sprung ins kalte Wasser

MotoGP-Rentner Casey Stoner konnte monatelang nicht trainieren, doch in Malaysia hatte der Australier keine Probleme, sich mit seinen ehemaligen Kollegen zu messen

(Motorsport-Total.com) - Mit der Tagesbestzeit beim Auftakt des Sepang-Tests bestätigte Ducati-Testpilot Casey Stoner, dass er nichts von seinem Talent verloren hat. Der Australier ließ seine ehemaligen Kollegen alt aussehen und machte seinen Fans Hoffnung auf ein Comeback. Wenig später stellte Stoner klar, dass er kein Interesse hat, wieder Rennen zu fahren. Stattdessen möchte sich der zweifache MotoGP-Champion auf die Testarbeit konzentrieren.

Casey Stoner, Jorge Lorenzo, Andrea Dovizioso

Casey Stoner fällt die Testarbeit mit der Desmosedici leichter als im Vorjahr Zoom

Auffällig ist: Seit Stoners Rückkehr zu Ducati läuft es bei den Italienern deutlich besser. Im vergangenen Jahr gelangen dem Weltmeisterteam der Saison 2007 nach fünf sieglosen Jahren wieder zwei Grand-Prix-Erfolge. "Ich kam vermutlich nur zur richtigen Zeit. Ich kann nicht das komplette Lob kassieren. Sicher habe ich einige nützliche und wichtige Daten beigesteuert, um dem Team zu helfen. Es war sehr schön, dabei zu sein, als Ducati wieder einen Sieg feierte", kommentiert er.

"Es war toll, zwei Saisonsiege zu holen. Ehrlich gesagt denke ich, dass wir mehr Chancen hatten, doch wir konnten die Früchte nicht ernten", blickt er auf die Saison 2016 zurück. Bei den bisherigen Tests für die neue Saison arbeitete Stoner eng mit Neuzugang Jorge Lorenzo zusammen. Es wirkte, als wäre der MotoGP-Rentner Lorenzos neuer Mentor.

Jorge Lorenzo, Casey Stoner

Klarstellung: Casey Stoner möchte nicht Jorge Lorenzos Mentor sein Zoom

"Ich würde nicht sagen, dass ich eine Art Mentor bin. Ich denke, ich helfe dem Team, indem ich Dinge am Motorrad finde, die andere Testfahrer nicht finden", bemerkt Stoner, der seit über einem Jahr für Ducati testet: "Ich fühle mich jetzt auf dem Motorrad wohler. Ich teste nicht allzu oft. Deshalb dauert es, bis ich wieder richtig drin bin. Doch jetzt kann ich dem Team noch bessere Feedbacks liefern, weil ich mich sofort wohlfühle. Ich musste nicht viele Runden fahren, um gute Daten zu liefern."

Der MotoGP-Test in Sepang war für Stoner eine Art Sprung ins kalte Wasser, denn vor dem Testauftakt konnte der Australier nicht trainieren: "Ich fuhr nirgendwo auch nur eine Runde", erklärt er. "Normalerweise würde ich ein bisschen Enduro fahren oder auf einem anderen Motorrad sitzen. Doch ich war in den vergangenen Monaten extrem beschäftigt und konnte nicht fahren. Deshalb war es sehr interessant, wieder zu fahren."

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