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Sam Lowes zieht Moto2-Fazit: "Bei Speed Up nichts gelernt"

Sam Lowes blickt auf seine Zeit bei Speed Up zurück und sieht technisch keine großen Unterschiede zur Kalex - Warum das italienische Bike nicht so erfolgreich ist

(Motorsport-Total.com) - Sam Lowes steht in diesem Jahr vor seinem MotoGP-Debüt mit Aprilia. Die Weichen dafür stellte der Brite schon im Jahr 2015, als er im Gresini-Team unterschrieb. Der Vertrag sah zunächst eine Moto2-Saison inklusive Tests mit der RS-GP vor, um sich in Ruhe auf die große Aufgabe vorzubereiten. Den ersten wichtigen Karriereschritt machte er 2014 mit dem Wechsel ins Grand-Prix-Fahrerlager. Als Supersport-Weltmeister heuerte er im Speed-Up-Team an und erlebte Höhen und Tiefen.

Sam Lowes

Mit der Speed Up konnte Sam Lowes ein Rennen (Austin 2015) gewinnen Zoom

Das italienische Chassis war gegen die Übermacht von Kalex meist unterlegen, Lowes konnte in seiner zweiten Saison einen Sieg und vier Podestplätze erobern. Im Rückblick bewertet er die Zeit bei Speed Up kritisch: "Ich habe nicht wirklich etwas gelernt. Es war eine schwierige Situation, ich bin mehr oder weniger nur das Bike gefahren", sagt Lowes bei 'Crash.net'. Im Prinzip war er der Entwicklungsfahrer von Speed Up, doch die Problematik sieht der Brite hauptsächlich beim italienischen Team.

Dagegen konnte Lowes im erfahrenen Rennstall von Fausto Gresini mehr lernen, obwohl er im Vorjahr die Sturzstatistik anführte. "Ich habe für mich mehr als Fahrer und als Person gelernt. Das war sehr hilfreich und lag vor allem daran, dass ich im Gresini-Team war." Wäre er auch in diesem Jahr noch in der Moto2 am Start, würde Lowes neben Tom Lüthi zu den WM-Favoriten zählen - wenn er seine Sturzrate reduzieren könnte. "Aber ich habe mich für die MotoGP entschieden und freue mich darauf, dass es losgeht."

Sam Lowes

Mit der Kalex gewann Sam Lowes zwei Rennen: Jerez & Aragon 2016 Zoom

Als 2010 die Moto2 die 250er-Klasse ablöste, gründete Ex-Rennfahrer Luca Boscoscuro Speed Up. Zunächst basierte das Chassis auf einer FTR und wurde von Fahrern wie Andrea Iannone und Pol Espargaro gefahren. Seit 2012 baut man einen eigenen Rahmen, Iannone gewann zwei Rennen. Die beste Saison von Lowes war 2014. Er war als WM-Vierte der einzige Speed-Up-Fahrer in den Top 14. Mit der Kalex zählte Lowes im Vorjahr nach seinem Sieg in Aragon wieder zu den Titelanwärtern, aber anschließende Ausfälle ließen ihn auf Platz fünf zurückfallen.

"Generell verzeiht die Kalex mehr und ist einfach zu fahren", vergleicht Lowes bei 'Crash.net' die beiden Motorräder. "Aber auf einigen Strecken würde ich sagen, dass die Speed Up besser war, weil das Chassis sehr steif ist. Wenn die Strecke und die Reifen gut waren, konnte man mit der Speed Up problemlos Rundenzeiten fahren. Aber im Rennen verzieh sie weniger, wenn die Situation nicht ganz ideal war."

Da die Zeitabstände in der Moto2 extrem eng sind, kommt es auf jedes Detail an. Diesbezüglich kommt wieder das Team ins Spiel: "Ich würde sagen, dass die Fähigkeiten von Speed Up genauso gut sind wie bei Kalex, aber man braucht die richtigen Leute um sich herum", betont Lowes. "Wenn Team und Fahrer gut zusammenarbeiten, kann man alles machen. Speed Up hat gewonnen und es gibt keinen Grund, warum sie nicht öfter konkurrenzfähig sein sollten. Aber wenn das Team nicht mit dem Fahrer arbeitet, wird man nirgendwohin kommen."

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