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Bourdais vor IndyCar-Rückkehr?

Sebastien Bourdais liebäugelt mit einer Rückkehr zu den IndyCars - wenn die Serie die richtigen Schlüsse aus der Tragödie von Las Vegas ziehen kann

(Motorsport-Total.com) - Die Chancen auf eine endgültige IndyCar-Rückkehr von Sebastien Bourdais stehen offenbar so gut wie noch nie. Der 32-jährige Franzose erwartet nach dem tragischen Unfall von Dan Wheldon in Las Vegas eine Reaktion der IndyCar-Führung, vor allem was das Pack-Racing auf den 1,5 Meilenovalen betrifft. Sollte dem so kommen, kann sich Bourdais auch einen kompletten Wiedereinstieg vorstellen.

Sebastien Bourdais

Sebastien Bourdais kann sich eine IndyCar-Rückkehr gut vorstellen Zoom

"Mein Wunsch, bei den IndyCars-Rennen zu fahren, hat sich seit Las Vegas nicht verändert", sagte er gegenüber 'SpeedTV.com'. "Eigentlich sieht es jetzt sogar besser aus als vorher. Vorher hatte ich große Bedenken wegen den 1,5 Meilenovalen. Jetzt glaube ich, dass wir diese Art Racing nicht mehr sehen werden. Das nimmt einen großen Risikoteil aus der Rechnung und macht alles viel besser."

Noch gibt es bekanntlich keinen IndyCar-Kalender 2012, aber mit Texas und Las Vegas kommen nur zwei dieser superschnellen Intermediate-Ovale überhaupt in Frage. Und um Las Vegas hält sich das hartnäckige Gerücht, dass IndyCar-Chef Randy Bernard derzeit ein Straßenrennen prüfen lässt, wie es bereits in der letzten ChampCar-Saison 2007 stattfand. Bliebe also nur noch Texas.

"Wenn du die Autos in Texas fahren lassen möchtest, dann brauchst du ziemlich radikale Lösungen", fordert Bourdais. "Speziell dann, wenn du nicht damit liebäugelst, mehr Power einzusetzen." Er ist sich sicher: "Die Leute schauen sich genau an, in welche Richtung es gehen wird. Was machen sie mit den Ovalen? Indy wird immer bleiben, das ist klar. Aber welche Strategie unternehmen sie ansonsten?"

Hoffen auf die richtige Entscheidung

Sebastien Bourdais

Sebastien Bourdais fuhr 2011 insgesamt zehn IndyCar-Rennen Zoom

Wie auch Alex Zanardi bezeichnet Bourdais das Pack-Racing als "reinen aerodynamischen Wettbewerb. Aber Oval-Racing sollte so aussehen, dass der Fahrer das Auto am Limit fahren muss. Wenn du dann einen Fehler machst, dann baust du einen Unfall. Das ist absolut okay für mich, denn dieses Risiko trage ich ganz alleine." Daher sei die Tragik von Las Vegas eigentlich "absurd. Da ist genau das passiert, was wir immer befürchtet haben."

"Wenn es darum geht, dass die Leute diesen berühmten 'Big One' sehen, dann sprechen wir von der NASCAR. Die Wahrheit ist aber: Wenn du diesen 'Big One' bei den IndyCars erlebst, dann wirst du Zeuge davon, wie Menschen sterben. Und ich glaube nicht, dass die IndyCars das wollen. Sie haben eine Entscheidung vor sich und ich hoffe, sie treffen die richtige."

Derzeit beschäftigen sich IndyCar-Offiziellen nach wie vor mit der genauen Analyse des Las-Vegas-Unfalls. Erste Ergebnisse werden in den kommenden Wochen erwartet. Erst danach dürften auch konkrete Aussagen zum neuen IndyCar-Kalender folgen. Insofern hat Bourdais noch Zeit, um seine Pläne für die neue Saison zu präzisieren.

Möglich wäre natürlich eine weitere Saison für Dale Coyne Racing. Dort fuhr der vierfache IndyCar-Champion 2011 zehn Saisonrennen auf allen Nicht-Oval-Strecken und wurde dabei viermal Sechster. Aber auch bei Newman/Haas Racing und Andretti Autosport soll Bourdais zumindest auf der Kandidatenliste stehen.

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