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Trulli vor dem Aus: Endstation Punta del Este?

Das Trulli-Team steht vor dem endgültigen Aus in der Formel E: Das Team von Jarno Trulli soll sich zurückziehen und in der nächsten Saison übernommen werden

(Motorsport-Total.com) - Ist das Trulli-Team am Ende? Der Rennstall des ehemaligen Formel-1-Piloten Jarno Trulli wird aller Voraussicht nach auch in Punta del Este nicht mehr am Start sein und auch den Rest der Formel-E-Saison 2015/2016 verpassen, wie 'Autosport' berichtet. Eine offizielle Meldung über einen Rückzug der Schweizer Truppe wird für die kommende Woche erwartet. Demnach würden nur 18 Fahrzeuge die restliche Saison bestreiten.

Vitantonio Liuzzi

Das Team von Jarno Trulli könnte diese Saison nicht mehr antreten Zoom

Trulli erlebt einen schwierigen Start in die Saison und konnte bis auf ein paar Installationsrunden bei den Testfahrten in Donington noch keinen einzigen Meter fahren. Ohne große Vorbereitung machte sich der Rennstall auf die Reise nach China, wo man offiziell aufgrund von Problemen mit dem Zoll nicht antreten konnte. In Malaysia verhinderte ein nicht bestandenes Scrutineering auch die Teilnahme am zweiten ePrix.

Jetzt sieht es so aus, dass Vitantonio Liuzzi und Salvador Duran, der in Putrajaya bereits vertragsbrüchig gewesen sein soll und durch Teamgründer Jarno Trulli ersetzt werden sollte, auch alle weiteren Saisonrennen auslassen werden. Für das Team ist das ein herber Rückschlag, nachdem man vor der Saison große Hoffnungen in den neuen Antrieb von Partner Motomatica gesteckt hat, ihn aber bislang nicht zum Laufen brachte.

Kommt ein neuer Hersteller?

"Trulli hat einen sehr mutigen Versuch unternommen, einen Antrieb zu haben", meint Serienchef Alejandro Agag zu 'Current E'. "Ich denke, sie haben viel Geld investiert, einen Antrieb zu bauen, aber das ist eine schwierige Sache", so der Spanier, der auch bei einer weiteren Teilnahme des Teams nicht damit rechnen würde, dass man konkurrenzfähig sei. Aufgrund des Reglements kann das Team auch nachträglich nicht mehr auf den McLaren-Antrieb der ersten Saison wechseln, wie es Aguri und Andretti getan haben.


Formel E: Team Trulli vor Saison 2

Salvador Duran und Vitantonio Liuzzi stehen mit dem Trulli-Team vor einer schwierigen Aufgabe. Weitere Formelsport-Videos

Ein Schlupfloch könnte es allerdings geben, wenn das Team unter der Saison einen neuen Eigentümer findet, der dann eventuell einen anderen Antrieb fahren könnte. Doch es gilt als wahrscheinlicher, dass die Saison mit 18 Fahrzeugen zu Ende geht, bevor Trulli vor der dritten Saison übernommen wird. "Wir suchen nach einer Lösung für sie", meint Serienboss Agag und sieht eine Übernahme durch einen Hersteller als mögliche Lösung an.

Agag: "Sie haben es wirklich versucht"

Gestern wurde bekannt, dass Jaguar über einen Einstieg in die Serie nachdenkt. Laut eigener Aussage hat der Spanier bereits zwei konkrete Hersteller an der Angel, die in die Formel E kommen wollen und die bisherigen Hersteller Renault (e.dams), DS (Virgin), Audi (Abt), Mahindra und NextEV ergänzen wollen. "Damit bleiben nur noch drei Teams übrig, von daher sollten sich die Hersteller beeilen", so Agag, der damit rechnet, schon in der vierten Saison mit zehn Herstellern zu fahren.

Alejandro Agag

Alejandro Agag sieht kurzfristig neue Hersteller kommen Zoom

Dafür müsste man allerdings eines der verbleibenden Privatteams Aguri, Andretti, Dragon, Trulli oder Venturi übernehmen, weil es keine neuen Teams geben werde. "Wir können erst mehr Teams aufnehmen, wenn wir von zwei Autos im Rennen auf eines gehen, was in der fünften Saison passieren sollte. Dann haben wir Platz für zwei weitere Teams", so Agag, der die Höchstzahl gleichzeitig bei zwölf Rennställen festsetzt.

Eine Hersteller-Meisterschaft wäre gleichzeitig das Ende der Privatteams. Es sieht danach aus, als wäre Trulli der erste Rennstall, der wegbrechen würde, was auch Agag schade findet. "Ich bin Jarno sehr dankbar. Er kam sehr früh in die Meisterschaft und war großartig für sie", so der Spanier. "Sie haben es wirklich versucht, aber so etwas passiert im Rennsport manchmal. Rennsport hat schöne Momente - aber auch nicht so schöne Momente."

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