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  • 01.01.2014 · 16:07

Kommerziell elektrisierend: Formel E plant auf Anhieb Profit

Auch wenn die Budgetobergrenze nicht hält, was sie verspricht, glaubt Serienboss Agag an eine kostengünstige Meisterschaft und Gewinne schon im Jahr 2014

(Motorsport-Total.com) - 2014 hält eine ganze Reihe motorsportlicher Neuerungen parat. Mit der meisten Spannung wird die Premierensaison der Formel E erwartet. Damit die neue Klasse erschwinglich bleibt, setzen die Organisatoren auf eine Budgetobergrenze von drei Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 2,2 Millionen Euro) für das operative Geschäft der zehn Teams. Darunter fallen Personalkosten, der Etat für preislich fixierte Ersatzteile des Einheitschassis und die von Generalausrüster Michelin angebotenen Reifen.

Formel-E-Bolide

Der Formel-E-Bolide hat seine erste Ausfahrt kürzlich in Las Vegas vollführt Zoom

Nicht überwacht wird hingegen, was die Teilnehmer für die Entwicklung ausgeben. "Das können wir nicht kontrollieren. Entscheidet sich jemand, 100 Millionen in einen fantastischen Wagen zu stecken, können wir es nicht verhindern", erklärt Alejandro Agag gegnüber 'Richland F1'. Der Promoter verweist jedoch darauf, mit einer Kundenauto-Regelung, die zum Veräußern des eigenen Boliden an zwei weitere Teams für einen auf 350.000 Euro gedeckelten Preis zwingt, einen Ausweg aus der Misere geschaffen zu haben. Der Spanier ist sich sicher: "Das verhindert ein Wettrüsten."

Dabei hat Agag selbst tief in die Tasche gegriffen. Er und seine Partner haben über 70 Millionen Euro investiert, um die Formel E an den Start zu bringen. Er ist sich sicher, dass dieser Betrag "mehr als genug für einen erfolgreichen Start" sei und die Serie auf Anhieb schwarze Zahlen schreiben würde. "Es sieht so aus, als würden wir von Anfang an Profit erwirtschaften - was unseren Fortschritt bei den Sponsoren angeht", so Agag. In der Tat haben sich mit Renault, dem Logistikriesen DHL und dem Uhrengiganten Tag Heuer bedeutende Konzerne verpflichtet.


Formel-E-Debüt in Choisy-le-Roi

Der FIA-Präsident steht hinter dem Projekt und dem Konzept, Motorsport in Ballungszentren zu bringen. "Ich glaube an Elektroautos in Innenstädten und genau deshalb findet diese Meisterschaft in zehn Metropolen auf dem ganzen Erdball statt", meint Jean Todt im Gespräch mit 'Autosport'. Die Serie wird in Chinas Hauptstadt Peking am 13. September 2014 ihr Debüt feiern, ehe es über Putrajaya in Malaysia, Rio de Janeiro, das uruguayische Punta del Este, Buenos Aires, Los Angeles, Miami und Monte Carlo am 30. Mai 2015 nach Berlin und zum Finale nach London geht.

Mit den mehrmaligen DTM-Champions von Abt, der US-Ikone Andretti Autosport, der glorreichen Formelsport-Schmiede DAMS, den Ex-Formel-1-Teams Super Aguri und Virgin Racing sowie dem von Hollywood-Star Leonardo di Caprio unterstützen Venturi-Projekt hat sich viel Prominenz eingeschrieben: "Die Namen helfen, Interesse zu schüren", weiß Todt. "Noch faszinierender sind aber die Fragezeichen. Wie reagieren die Leute, wie ist die Geräuschkulisse, wie spektakulär wird es? Jeder muss lernen: die Teilnehmer, die FIA, die Organisatoren und die Werbepartner."

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