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Zuverlässigkeit: Leidet Mercedes unter Ferraris Druck?

Motorsportchef Toto Wolff gibt zu, dass die Zuverlässigkeit bei Mercedes durch Ferrari leiden könnte, doch die kämpfen selbst gerade mit Problemen

(Motorsport-Total.com) - Der erwartete Zweikampf zwischen Mercedes und Ferrari in der Formel-1-Saison 2016 war bislang eine einseitige Angelegenheit. Nico Rosberg konnte die ersten drei Saisonrennen relativ souverän für sich entscheiden und hatte dabei stets einen komfortablen Vorsprung auf den ersten Ferrari. Ist der WM-Kampf also schon zugunsten von Silber entschieden? "Wir können mitnehmen, dass wir immer noch das schnellste Auto haben, aber ich denke, dass Ferrari noch nicht gezeigt hat, was sie tun können", will Rosberg das Fell noch nicht zu schnell verteilen.

Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen

Ferrari ist noch nicht in Kampfform, doch Mercedes spürt die Wirkung Zoom

Der Wiesbadener weiß, dass die Scuderia in jedem Rennen mit Problemen zu kämpfen hatte: In Australien lag Sebastian Vettel in Front, bevor eine falsche Strategieentscheidung während der Safety-Car-Phase den Deutschen zurückwarf, während Kimi Räikkönen mit einem Motorenproblem ausschied. In Bahrain kam Vettel mit einem Defekt erst gar nicht zum Start, und zuletzt in China räumten sich beide Ferrari gegenseitig in der ersten Kurve ab.

"Sie hatten so viele Probleme in den ersten drei Rennen, von daher müssen wir weiter Druck machen, weil ich denke, dass sie viel näher dran sind, als sie gezeigt haben", warnt Rosberg. Zumal die Silberpfeile selber nicht mehr den Nimbus der Unfehlbarkeit besitzen. Lewis Hamilton erlebte in Schanghai ein schwieriges Wochenende und hatte mit zahlreichen technischen Problemen zu kämpfen, die ihn von ganz hinten starten ließen.

Und das, so Toto Wolff, sei auch eine Folge des Drucks, den Ferrari ausübt: "Wenn man seine Performance-Grenzen ausreizt, wie wir es für Ferrari tun müssen, dann versucht man immer die Grenzen zu verschieben", so der Motorsportchef, der betont, dass man zwar eine funktionierende Struktur habe, "aber das ist Motorsport, und Dinge wie diese können passieren."


Fotostrecke: F1 Backstage: Schanghai

Lewis Hamilton glaubt allerdings nicht, dass die Zuverlässigkeitsprobleme der Silberpfeile mit dem Druck Ferraris zu tun haben: "Ich denke nicht, dass wir noch mehr am Limit sind als sonst. Es ist einfach eines dieser Dinge", sagt er und meint, dass das Getriebeproblem für das Team etwas Neues gewesen sei. "Aber es ist gut, dass wir diese Dinge entdecken, damit wir sie analysieren und sicherstellen können, dass es nicht wieder vorkommt."

Eine andere Maßnahme, die bereits vor der Saison getroffen wurde, um die Motivation im Team zu erhalten, scheint zumindest für Nico Rosberg gefruchtet zu haben: Teile der Mechanikercrews von Rosberg und Hamilton wurden untereinander getauscht. "Meine Crew war zuletzt gigantisch, jetzt ist sie es wieder. Da kann es gar keine Unterschiede geben", sagt Rosberg dazu. "Anfangs war es natürlich schade, als einige meiner Jungs rübergewandert sind. Aber jetzt mit der neuen Truppe fühle ich mich auch schon wieder super. Für die Teamstimmung war das die richtige Entscheidung."

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