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Vettel: Ferrari ist wie Red Bull ein Siegerteam

Sebastian Vettel vergleicht die Scuderia Ferrari mit seinem Ex-Team Red Bull - Trotz durchwachsenen Starts alle Zutaten für den ganz großen Triumph vorhanden

(Motorsport-Total.com) - Droht Sebastian Vettel Ärger mit der Ex? Die Rede ist von Red Bull, der ehemaligen Truppe des Ferrari-Stars, mit der Vettel vier Weltmeisterschaften gewann. Nach einer enttäuschenden Saison 2015 klopft das österreichisch-englische Team mit den Fahrern Daniel Ricciardo und Daniil Kwjat wieder an der Spitze an und droht ein ernsthafter Konkurrent für die Top-Teams Mercedes und Ferrari zu werden. Keine Frage: Die ehemalige Weltmeister-Mannschaft aus Milton Keynes hat nicht verlernt, wie man ganz vorne in der Formel 1 mitmischt.

Sebastian Vettel

Kopfzerbrechen für den Erfolg: Sebastian Vettel muss bald mit Ferrari gewinnen Zoom

Bei Ferrari hingegen scheint nach einem durchschnittlichen Saisonstart die Ungeduld allmählich zu wachsen. Zu lange ist es schon her, als der Traditionsrennstall mit Kimi Räikkönen im Jahr 2007 den letzten WM-Titel gewann. Auch der letzte Rennsieg liegt schon sieben Monate zurück, damals gewann Vettel den Singapur-Grand-Prix 2015. "Wir müssen das jetzt in den Griff bekommen. Das Team weiß, dass die Uhr tickt und wir Rennen gewinnen müssen", poltert deshalb Ferrari-Präsident Sergio Marchionne.

Viele Experten aber stellen sich die Frage, ob der Scuderia aktuell das "gewisse Etwas" fehlt, um große Siege und Weltmeistertitel feiern zu können. Diese These vertritt etwa Ex-Ferrari-Pilot Fernando Alonso, der die Roten Ende 2014 verließ, weil er nicht immer Zweiter werden wollte. Nachfolger Vettel hat natürlich die Vergleichswerte aus seiner Zeit bei Red Bull und ist dennoch - oder gerade deshalb - optimistisch: "Ferrari hat alles, was es braucht, um Titel zu gewinnen", zeigt sich der 28-Jährige überzeugt.

Vettel: Auch Red Bull von einer guten Basis zum Triumph geführt

Vettel weiß um die Ungeduld der Tifosi und versucht zu beschwichtigen: "Mir ist klar, dass die letzte WM von Ferrari schon eine Weile her ist. Manche der Jungs sind noch hier, manche sind an anderen Stellen in der Boxengasse oder haben aufgehört. Es ist ein anderes Team jetzt - aber es ist ein Siegerteam!" Der Vierfachweltmeister ist überzeugt, dass alle Zutaten für den Erfolg da seien, man müsse sie nun nur noch perfekt zusammenbekommen.

Daniel Ricciardo, Sebastian Vettel, Kimi Räikkönen

Vettels vorerst letzter Ferrari-Sieg gelang im September 2015 in Singapur Zoom

Mut macht Vettel seine Zeit bei Red Bull: "2009 hatten wir da auch schon eine sehr gute Basis." In seinem ersten Jahr in Milton Keynes musste er den WM-Titel aber noch Brawn-Pilot Jenson Button überlassen. "2010 hatten wir wahrscheinlich das dominanteste Auto von allen bei Red Bull, aber wir haben die Weltmeisterschaft gerade um ein Haar gewonnen." In den darauffolgenden Jahren mutierte das Gespann Vettel/Red Bull dann aber zum Seriensieger und gewann drei weitere Titel sowie immer auch die Konstrukteurs-WM. "2011, 2012 und 2013 waren wir als Team so viel stärker, weil wir schon jede Menge Erfahrungen gesammelt hatten."

Weshalb Ferrari der schwerste Teil noch bevorsteht

Vettel ist überzeugt, dass es seine Zeit benötigt, um alles entsprechend zusammenzubekommen. "Es gibt nur einen Platz ganz oben in der Mitte des Podiums, da wollen alle hin. Dafür muss zur richtigen Zeit alles passen, das ist das Geheimnis unseres Sports." Wichtig sei, dass man alle Zutaten für den Erfolg habe und die Basis stimmt. "Wir haben über den Winter einen großen Schritt gemacht, aber nicht den Start in die Saison erwischt, den wir wollten. Wir wollen gewinnen, müssen dafür aber alles hinbekommen."

Vettel betont, schon bei seiner Vertragsunterzeichnung vor eineinhalb Jahren das Potenzial des Teams erkannt zu haben. "Schon damals war ich sehr zuversichtlich. Als ich dann das erste Mal nach Maranello kam, war ich überwältigt." Was er gesehen hat, habe ihn überzeugt, so Vettel. Nun ginge es darum, endlich alles zusammenzubringen. "Ich weiß schon, das ist der schwerste Teil des Ganzen. Noch ist uns das nicht gelungen - aber ich bin überzeugt, wir schaffen es", so der 42-fache Rennsieger abschließend.

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