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  • 02.07.2001 · 08:34

  • von Fabian Hust

Wieder ein erfolgreiches Wochenende für Michelin

Auch wenn man dieses Mal nicht gewonnen hat und nur ein Auto in den Punkten hatte - es geht weiter aufwärts

(Motorsport-Total.com) - Formel-1-Neueinsteiger Michelin hat einen weiteren Meilenstein passiert: Vor dem Großen Preis von Frankreich auf dem 'Circuit de Nevers' in Magny-Cours eroberte Ralf Schumacher für sich, sein BMW-Williams-Team und auch Reifenpartner Michelin die erste Qualifying-Bestzeit überhaupt. Im Rennen sicherte sich der Jüngere der beiden Schumacher-Brüder ? der im ersten Renndrittel die Führung verteidigen konnte ? gleich hinter dem amtierenden Weltmeister Michael Schumacher den zweiten Rang. Michelin durfte damit beim Heimspiel über den vierten Podiumsplatz seit dem Großen Preis von Monaco in Folge jubeln, alle anderen Punkteplätze verbuchte jedoch Konkurrent Bridgestone.

Frank Williams

Frank Williams hatte in Magny-Cours wieder gut Lachen

Für Ralf Schumacher, den zweifachen Grand-Prix-Sieger, hätte es am vergangenen Samstag kein schöneres Geschenk geben können: Pünktlich an seinem 26. Geburtstag sicherte sich der Familienvater in spe die erste Formel-1-Pole Position seiner Karriere. "Ich habe mich sehr darüber gefreut", gestand der Kerpener. "Es war sehr knapp, und ich hatte nach dem Training am Samstagmorgen nicht erwartet, dass wir die Konkurrenz im Qualifying schlagen würden." BMW-Motorsport-Direktor Gerhard Berger war ebenfalls voll des Lobes: "Dieses Ergebnis bestätigt den Fortschritt, den BMW, Williams und Michelin gemacht haben. Wir sind sehr erleichtert. Die Reifen spielten im Qualifying eine Schlüsselrolle, also ziehe ich vor den Spezialisten von Michelin meinen Hut: Sie haben wirklich unglaublich gute Arbeit geleistet." Der Reifenhersteller aus Clermont-Ferrand durfte sich dabei über die erste Pole Position seit dem Grand Prix von Portugal 1984 freuen. Damals war es der Brasilianer Nelson Piquet, der als Trainingsschnellster ins Rennen ging ? auf einem Brabham-BMW.

Juan-Pablo Montoya, der zweite Pilot des BMW-Williams-Teams, startete vom sechsten Platz aus. "Wir haben uns für die härtere Mischung der beiden Michelin-Pneus entschieden", bekannte der Kolumbianer, der damit aus taktischen Gründen eine etwas schlechtere Ausgangsposition für das Rennen freiwillig in Kauf nahm. Eddie Irvine, der Schnellere der beiden Jaguar-Piloten, qualifizierte sich als Zwölfter und drittbester Michelin-Vertreter.

Nach dem Start zum zehnten Lauf der aktuellen Formel-1-Saison war es Ralf Schumacher, der sich gleich an die Spitze setzte und diese bis zum ersten Boxenstopp-Durchgang sukzessive ausbauen konnte. Danach übernahm sein Bruder Michael die Führung, die er ? im Großen und Ganzen ? bis ins Ziel nicht mehr abgab. Auf Platz zwei musste Ralf Schumacher seinem Teamkollegen Montoya durch einen vorgezogenen Tankhalt kurzfristig den Vortritt lassen, bis sich der Südamerikaner mit Motorproblemen in der 52. von 72 Runden aus dem Rennen verabschiedete. Danach war der Weg zum zweiten Rang für den deutschen BMW-Williams-Piloten frei.

Für Spannung und tolle Manöver sorgte dafür der Nordire Eddie Irvine. In einem kühnen Zug kassierte der Jguar-Pilot in der letzten Schikane vor Start- und Ziel den BAR-Honda von Oliver Panis und trieb wenig später auch Heinz-Harald Frentzen in einen Fehler. Klar auf Punktekurs unterwegs, musste der ehemalige Vizeweltmeister seine britisch-grüne Raubkatze in Runde 55 auf der Wiese parken. "Einmal mehr haben wir uns alle Chancen für das Rennen bereits im Qualifying vermasselt", ärgerte sich der Wahl-Italiener. "Und das Schlimmste ist: Ich war auch noch zum Großteil dafür selbst verantwortlich. Heute konnte ich gar nicht mehr härter fahren. Aus der zwölften Startposition heraus um WM-Punkte zu kämpfen, dies ist ein klarer Beweis dafür, was unser Auto unter Rennbedingungen leisten kann. Unsere Michelin-Pneus waren der Konkurrenz während des Grand Prix klar überlegen. Schade, dass es so geendet ist!"

Weitere Kommentare

Eddie Irvine, Jaguar-Cosworth (7.):
"Unsere Michelin-Pneus waren der Konkurrenz während des Rennens klar überlegen."

Pierre Dupasquier, Michelin Motorsport Direktor (nach dem Qualifying):
"Diese Pole Position beweist, dass wir eine weitere wichtige Stufe in unserem Lernprozess erklommen haben. Das ist sehr zufriedenstellend. Ralf Schumacher ist wirklich überragend gefahren."

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