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  • 02.11.2009 15:14

Weber: "Jetzt bekommt Nico die Chance"

Ex-Schumacher-Manager Willi Weber freut sich über die Beförderung von Nico Hülkenberg, der selbst sagt: "Ich bin super froh"

(Motorsport-Total.com/SID) - GP2-Champion Nico Hülkenberg hat den Sprung in die Formel 1 geschafft. Der Schützling von Michael Schumachers Manager Willi Weber steigt beim britischen Williams-Team vom Testfahrer zum Stammpiloten auf und fährt dort 2010 an der Seite von Routinier Rubens Barrichello aus Brasilien. Damit könnte im Idealfall die deutsche "Kolonie" in der Königsklasse auf sechs Fahrer anwachsen.

Willi Weber und Nico Hülkenberg

Willi Weber ist stolz auf seinen dritten Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg Zoom

"Gott sei Dank ist es jetzt endlich raus", sagte Weber am Montag, nachdem Williams offiziell seine Fahrerbesetzung für das nächste Jahr bekannt gegeben hatte. "Wir freuen uns sehr, denn ich glaube, dass wir das richtige Team ausgewählt haben", so Weber, der nach dem siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher und dessen Bruder Ralf nun den dritten Fahrer in die Königsklasse gebracht hat.#w1#

Durch den 22-jährigen Speditionskaufmann Hülkenberg aus Emmerich am Niederrhein fühlt sich der Schwabe in vielen Dingen an Michael Schumacher erinnert: "Jetzt bekommt er endlich die Chance, zu zeigen, was für ein großes Talent er ist", sagte Weber.

"Ich weiß es schon seit ein paar Tagen, da konnte ich mich schon auf dieses Gefühl vorbereiten", sagte Hülkenberg am Montag. "Ich bin super froh, dass sich die ganze Arbeit, die man in den vergangenen Jahren reingesteckt hat, ausgezahlt hat." In seinem ersten Formel-1-Jahr will er jetzt auf sich "aufmerksam machen und konstant gute Leistungen bringen".

Neuer Lehrmeister des jungen Rheinländers wird der 37-jährige Barrichello. Weber kennt den Brasilianer aus gemeinsamen Zeiten mit Schumacher bei Ferrari sehr gut: "Rubens ist ein super Rennfahrer, von dem Nico sicher viel lernen kann", so der Manager, der sich in diesem Jahr über den souveränen Gesamtsieg in der GP2-Serie freuen durfte. Den Sprung als GP2-Champion in die Königsklasse hatten vor Hülkenberg 2006 Nico Rosberg, 2007 Lewis Hamilton und 2008 Timo Glock geschafft.

¿pbvin|512|2136||0|1pb¿Bereits als 13-Jähriger gewann Hülkenberg die deutsche Junioren- und ein Jahr später die deutsche Kart-Meisterschaft. Damit war der Weg für eine erfolgreiche Formelkarriere geebnet. Der Rheinländer bestätigte sein großes Talent 2005 in der Formel BMW, die er in seiner ersten Saison mit neun Trainingsbestzeiten und acht Rennerfolgen als Gesamtsieger beendete.

Sein großes Können zeigte Hülkenberg im Winter 2006/2007, als er von Weber in dessen deutsches A1GP-Team berufen wurde und auf Anhieb den Titel im Nationencup des Motorsports gewann. 2007 folgte dann der nächste Schritt auf der Karriereleiter mit dem dritten Platz in der Formel-3-Euroserie, die Hülkenberg ein Jahr später als erster Deutscher gewann und sich damit für den Testfahrerjob bei Williams empfahl.

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