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Offiziell: Hülkenberg fährt 2010 für Williams

Das Williams-Team hat erwartungsgemäß Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello als Fahrer sowie die Einigung mit Cosworth bestätigt

(Motorsport-Total.com/SID) - Nico Hülkenberg steigt in die Formel 1 ein und fährt in der Saison 2010 für Williams. Das gab der britische Rennstall am Montag offiziell bekannt. Teamkollege des 22-jährigen GP2-Champions aus Emmerich, den Michael Schumachers Manager Willi Weber betreut, wird Routinier Rubens Barrichello aus Brasilien, der von Brawn zu Williams wechselt und vor seiner 18. Saison in der Formel 1 steht.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg steigt nach dem Titel in der GP2 in die Formel 1 auf Zoom

Hülkenberg tritt bei Williams, das nach der Trennung von Toyota im nächsten Jahr mit Cosworth-V8-Motoren ausgerüstet wird, die Nachfolge seines Landsmannes Nico Rosberg ein, der nach vier Jahren die Briten verlässt. Rosberg wird voraussichtlich seinerseits das Cockpit des 37-jährigen Barrichello beim Weltmeisterteam Brawn übernehmen und dort an der Seite des neuen Champions Jenson Button fahren.#w1#

Teamchef Frank Williams bedauert den Abgang von Rosberg: "Das Beeindruckendste an Nico sind seine ersten drei oder vier Runden. Die sind einfach fantastisch! Er lässt sich auch nicht in Unfälle verwickeln. Das ist eine fantastische Gabe", lobt der 67-Jährige. "Die kam natürlich auch besonders zum Vorschein, weil unser Auto normalerweise nicht gut genug für die ersten zwei oder drei Reihen war. Dadurch konnte er überhaupt erst so viel gutmachen."

Williams weiß, dass Rosberg zu mehr in der Lage gewesen wäre: "Jeder Fahrer ist vom Material abhängig - das liegt in der Natur der Formel 1. Wir sind derzeit kein siegfähiges Team, aber wir kommen in der ersten Reihe des Mittelfeldes", sagt er. Auch Kazuki Nakajima muss Williams nach einer punktelosen Saison verlassen: "Ich kann mich nicht erinnern, wann wir das das letzte Mal hatten. Wir jammern aber nicht - so ist es eben. Dafür haben wir einen guten Motor bekommen."


Fotos: Williams, Großer Preis von Abu Dhabi, Sonntag


Der Wechsel von den bewährten Toyota- zu den neuen Cosworth-Motoren sei "ein Risiko", räumt Williams ein, aber: "In der Formel 1 ist alles ein Risiko. Wenn man sich die Geschwindigkeitsmessungen ansieht, dann gibt es einen Motor, der immer mit mehreren Autos vorne ist - auf jeder Geraden. Da haben wir uns gefragt, ob wir das auch können", begründet er den Abschied von Toyota. Eigentlich wäre Mercedes Wunschpartner gewesen.

Mit Hülkenberg könnte die deutsche "Kolonie" in der Formel 1 im Idealfall auf sechs Fahrer anwachsen, wenn auch Timo Glock, Nick Heidfeld und Adrian Sutil neue Verträge für 2010 unterschreiben. Hülkenberg war bereits in dieser Saison Test- und Ersatzfahrer bei Williams und hat das Team unter anderem dadurch beeindruckt, dass er als Praktikant ohne Bezahlung in verschiedenen Abteilungen der Fabrik mitgearbeitet hat, um die Abläufe kennen zu lernen.

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