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Webber widersteht Abenteuerrennen im Kajak

Mark Webber nutzte die Zeit fernab Europas für einen Heimatbesuch: Dabei widerstand er dem Kajak und begleitete seine Speedway-verrückte Freundin

(Motorsport-Total.com) - Mark Webber lebt zwar seit Beginn seiner internationalen Motorsport-Karriere in Großbritannien, doch die Übersee-Rennen gaben ihm die Möglichkeit, in seine wahre Heimat Australien zurückzukehren. Inzwischen weilt er aber längst wieder in Großbritannien, wo er mit seinem Red-Bull-Team in der Fabrik in Milton Keynes an der Entwicklung arbeitet.

Mark Webber

Mark Webber wurde zu einem Extremsport-Kajakrennen eingeladen

"Die meisten europäischen Fahrer fahren nach Hause, wann immer sie die Gelegenheit dazu haben", fällt dem "Aussie" in seiner 'BBC'-Kolumne auf. Er kommt dafür gegen Saisonende auf seine Kosten: "Bei den Rennen in Asien ist Australien ein hervorragender Stützpunkt."

Webber nutzte seine Zeit "Down Under", um Freunde zu treffen und etwas zu Surfen, in der vergangenen Woche reiste er dann zum Auftakt der Speedway-Grand-Prix-Serie nach Neuseeland. "Ob ihr es glaubt oder nicht - es war mein erstes Mal in Neuseeland", gibt Webber zu, dass er die Nachbarinsel Australiens bisher nicht kannte.

Webber widersteht Kajak-Versuchung

Dass er nun endlich erstmals bei den "Kiwis" verweilte, ist auch auf seine Freundin Ann Neale zurückzuführen. "Sie ist auch ein großer Speedway-Fan", verrät Webber. "Es ist das erste Mal, dass dort ein Rennen stattfand, und als es auf dem Kalender auftauchte, sagte sie, dass wir diese Gelegenheit nicht verpassen dürfen."

"Ausnahmsweise war ich diesmal vorsichtig und sagte ab." Mark Webber

Webber nutzte die Gelegenheit auch für ein paar Treffen, zum Beispiel mit Richard Ussher, der laut dem Red-Bull-Piloten "der beste Allround-Athlet ist, den ich je getroffen habe." Eine Aussage aus berufenem Munde, denn der 36-Jährige gilt als extremer Fitnessfreak und kennt daher jede Menge Sportler. "Richard nahm an einem Kajakrennen teil und er versuchte, mich dazu zu überreden", erzählt Webber, der sich schon mehrmals bei Extremsport-Aktivitäten verletzt hatte.

"Ausnahmsweise war ich diesmal vorsichtig und sagte ab", kämpfte Webber erfolgreich gegen seine Extremsport-Begeisterung an. "Wir wären von Auckland 30 Kilometer durch den Ozean gepaddelt, und ich wäre dafür nicht ganz vorbereitet gewesen", gibt er zu. "Das wäre ziemlich heftig geworden."

Macht Webber mit Button gemeinsame Sache?

Dennoch sucht Webber weiterhin die Herausforderung - das beweist auch seine Bewunderung für McLaren-Pilot Jenson Button, der vergangenes Wochenende auf Hawaii am Lavaman-Triathlon teilnahm. "Man muss ihm wirklich Anerkennung zollen, denn er misst sich trotz eines anderen Berufs an absoluten Top-Athleten - und das schon seit Jahren. Ihm geht es nicht um das Ego, sondern er genießt einfach den gesunden Wettbewerb", meint der Routinier.

"Man muss Jenson wirklich Anerkennung zollen." Mark Webber

Er schließt es nicht aus, dass sich die Wege der beiden in Zukunft auch außerhalb der Formel 1 kreuzen werden, schließlich hat sein Antreten bei der von ihm selbst ins Leben gerufenen Tasmania-Challenge in Australien einen ähnlichen Hintergrund: "Dadurch kann ich die Formel-1-Blase verlassen und neue Limits in einer anderen Umgebung mit anderen Leuten ergründen. Wer weiß, vielleicht tun wir uns in Zukunft zusammen, um gemeinsam etwas zu machen."