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Webber: "Alonso hat mehr Talent im kleinen Finger als andere"

Für Mark Webber sind die McLaren-Gegner keine Konkurrenz für Fernando Alonso, der bereits im kleinen Finger mehr Talent habe, als so manch anderer Fahrer

(Motorsport-Total.com) - Mit McLaren-Honda wollte Fernando Alonso um Siege und Podestplätze kämpfen, stattdessen rangelte er 2015 gegen die Manor von Will Stevens, Roberto Merhi und Alexander Rossi oder die Sauber von Marcus Ericsson und Felipe Nasr um die letzten Plätze. Sein Kumpel Mark Webber weiß, wie frustrierend die Situation für den zweimaligen Weltmeister ist, der für ihn talentmäßig in ganz andere Sphären gehört.

Mark Webber, Fernando Alonso

Muss Mark Webber Fernando Alonso schon für 2016 trösten? Zoom

"Fernando hat im kleinen Finger mehr Talent als einige andere, gegen die er im vergangenen Jahr gekämpft hat", sagt der Australier laut 'PA Sport'. Und wenn man sich dennoch immer wieder Woche für Woche gegen solche Gegner herumschlagen muss, dann mache es einen mürbe. "Er möchte einfach an der Spitze sein und sein Potenzial maximieren", meint Webber, der mit Red Bull selbst lange Zeit um Spitzenplätze fuhr.

Alonso selbst betont immer wieder, dass er glücklich mit seiner Entscheidung sei, weil er nicht weiter mit Ferrari zweite Plätze einfahren wollte. Zumindest in einem Punkt glaubt Webber die Aussagen des Spaniers: "Für ihn geht es um die mittlere Stufe des Podiums", sagt er und glaubt, dass Alonso einen Platz bei Mercedes mit Kusshand nehmen würde: "Würde er sich gerne in einen Mercedes katapultieren? Natürlich würde er!"

Doch 2016 muss er weiter mit seinem McLaren-Honda vorliebnehmen, der schon zu den Testfahrten nicht den allerbesten Eindruck gemacht hat. Gestern musste man zudem erklären, dass Auto und Set-up für Melbourne noch nicht fertig seien und man somit wieder etwas hinter den eigenen Erwartungen liegt. Australien dürfte damit erneut ein schwieriges Pflaster werden, doch Webber hofft, dass man zumindest die Zuverlässigkeit besser im Griff hat. Denn laut ihm sei nichts schlimmer als ein Ausfall.

"Es ist schrecklich für einen Fahrer, all die Anstrengungen zu unternehmen und dann nicht einmal die Zielflagge zu sehen", so der Langstrecken-Pilot. Vor allem für McLaren sei das wichtig, um seine Spitzenfahrer auch für die Zukunft im Team behalten zu können, denn speziell im Herbst der Karriere wie bei Alonso und Teamkollege Jenson Button könne man so etwas überhaupt nicht gebrauchen: "An dem Punkt der Karriere ist das ein wirkliches Ärgernis. Es ist schrecklich."

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