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  • 31.07.2022 · 13:07

  • von Stefan Ehlen, Co-Autor: Jonathan Noble

Vor dem Rennen in Ungarn: Neue Antriebe für Perez und Verstappen!

Warum Max Verstappen und Sergio Perez vor dem Formel-1-Rennen in Ungarn straffrei den Antrieb wechseln und Pierre Gasly aus der Boxengasse startet

(Motorsport-Total.com) - Nach dem aus Red-Bull-Sicht enttäuschenden Qualifying zum Grand Prix von Ungarn 2022 auf dem Hungaroring bei Budapest (das Rennen hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) hat das Team bei Sergio Perez und Max Verstappen ungeplante Antriebswechsel vollzogen. Beide Fahrer gehen mit komplett neuen Antriebssträngen in das letzte Formel-1-Wochenende vor der Sommerpause, allerdings straffrei.

Antriebsinstallation beim Red Bull RB18 in der Formel-1-Saison 2022

Antriebsinstallation beim Red Bull RB18 in der Formel-1-Saison 2022 Zoom

Die zum Großbritannien-Grand-Prix 2022 in Silverstone modifizierten Formel-1-Regeln machen das möglich: Den Teams ist es seither erlaubt, nach dem Qualifying Antriebswechsel unter Parc-ferme-Bedingungen durchzuführen. Das nutzt Red Bull zum Wechsel auf den jeweils dritten Antriebsstrang für Perez und Verstappen.

Beide Red-Bull-Fahrer bewegen sich damit noch innerhalb des zulässigen Kontingents für die Saison 2022, weshalb keine Rückversetzung in der Startaufstellung erfolgt. (Hier die aktuelle Motorenübersicht abrufen!)

Im Qualifying war Verstappen aufgrund eines technischen Fehlers in Q3 nicht zum Setzen einer konkurrenzfähigen Zeit gekommen und hatte nur Platz zehn belegt. Perez startet nach einem aus seiner Sicht "chaotischen" Qualifying von Position elf.


Fotostrecke: Formel-1-Technik: Detailfotos beim Ungarn-Grand-Prix 2022

Wahrscheinlich müssen beide Red-Bull-Fahrer im weiteren Saisonverlauf noch mindestens einmal einen neuen Antrieb verbauen lassen. Dieser erneute Wechsel würde dann allerdings eine Startplatz-Strafe auslösen.

Strafversetzung nur für Pierre Gasly

Eine eben solche kassiert in Ungarn Pierre Gasly von AlphaTauri. Der Franzose war aufgrund eines Tracklimits-Verstoßes nur auf P19 gelandet. Das nimmt das Team zum Anlass, ihm einen komplett neuen Antrieb einzubauen. Und weil Gasly bereits zu viele Komponenten verbraucht hat, wird er nach hinten strafversetzt. In seinem Fall aber verpufft die Strafe gewissermaßen.

Weil AlphaTauri aber ohne Zustimmung des Technischen Beauftragten des Automobil-Weltverbands (FIA) Änderungen am Fahrzeug vorgenommen hat, die aus taktischen Gründen erfolgt sind, muss Gasly beim Ungarn-Grand-Prix aus der Boxengasse losfahren. Einzig Änderungen für die Zuverlässigkeit wären möglich gewesen.

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