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  • 19.07.2001 · 16:24

  • von Marcus Kollmann

Villeneuve fordert die FIA zum Handeln auf

BAR-Pilot Jacques Villeneuve hat einmal mehr die FIA aufgefordert Michael Schumacher zurechtzuweisen

(Motorsport-Total.com) - Wenn es derzeit im eigenen Team auf Grund mangelnder Konkurrenzfähigkeit nicht läuft, verlegen sich die Fahrer auf das Kritisieren ihrer Fahrerkollegen, möchte man meinen. Jacques Villeneuve scheint es mit seinen Bemühungen um eine eindeutige Auslegung der sportlichen Regeln ziemlich ernst zu sein. Der Kanadier kritisierte nämlich nicht nur nach seinem Heim-Grand-Prix und nach dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring die Fahrweise Michael Schumachers nach erfolgtem Rennstart, sondern wärmte dieses Thema jetzt wieder mit einem Kommentar auf der Webseite seines Teams noch einmal auf.

Jacques Villeneuve

Villeneuve kritisiert nach wie vor Michael Schumachers Spurwechselei beim Start

Villeneuve, seit der Kollision mit Schumacher beim Saisonfinale 1997 in Jerez auf Kriegsfuß, forderte die FIA zu einer präzisen Regelbeschreibung auf, da seiner Meinung nach der Interpretationsraum zu groß ist. "Michael kommt jetzt schon die ganzen Jahre mit seiner Fahrweise durch", wurmt den Kanadier die bisherige Unentschlossenheit der Motorsportbehörde endlich einmal die von verschiedenen Fahrern beanstandete Regel bezüglich des Spurwechsels nach dem Start zu ändern.

Während Schumacher bislang jegliche Kritik an seiner Vorgehensweise im Cockpit nach dem Erlöschen der Roten Lichter mit der Begründung, Charlie Whiting habe bislang nichts an seinem Fahrstil auszusetzen gehabt, von sich wies, fürchtet Villeneuve einhergehend mit Eddie Irvine ein Horrorszenario: "Wenn jemand nicht das Tempo verringert und zurücksteckt, könnte es eines Tages zu einem Massencrash kommen", glaubt Villeneuve, der auch die Vorbildfunktion der Formel-1-Piloten auf die jüngeren Fahrer in den Nachwuchsklassen sieht und Schumacher für kein gutes Beispiel für die Jugend hält.

Harte Zweikämpfe auf der Strecke schätzt der Kanadier eigenen Worten nach immer noch, jedoch müsse es bei aller sportlichen Härte fair zugehen, so seine Meinung.