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  • 19.07.2001 · 16:03

  • von Marcus Kollmann

Jordan: Coulthard hat in Silverstone zu hoch gepokert

Teamchef Eddie Jordan glaubt, dass David Coulthard seine Chance in Silverstone leichtfertig verspielt hat

(Motorsport-Total.com) - Immer mehr Formel-1-Insider schätzen die Chance von David Coulthard, die Fahrerweltmeisterschaft am Ende doch noch für sich entscheiden zu können, immer geringer ein. Nachdem der Schotte bei seinem Heimspiel letztes Wochenende in Silverstone in der ersten Kurve mit Jordan-Pilot Jarno Trulli kollidierte und wenig später ausschied, sind die Chancen des McLaren-Piloten weiter gesunken und der Punktevorsprung von Michael Schumacher erneut angewachsen.

Eddie Jordan (Teamchef)

Eddie Jordan konnte die Kollision zwischen Coulthard und Trulli kaum fassen

Während der Ferrari-Pilot mittlerweile 87 Punkte auf der Haben-Seite zu stehen hat, kann Coulthard als WM-Zweiter nur 47 Punkte vorweisen. Bei noch sechs ausstehenden Rennen benötigt der Schotte, der mathematisch gesehen noch alle Chancen hat, jedoch schon ein kleines Wunder.

Eddie Jordan war nach dem Ausfall von Jarno Trulli nicht nur unglücklich über eine weitere vergebene Chance Punkte zu holen, sondern der Ire befand auch, dass Coulthard in Silverstone zu leichtfertig vorging und womöglich seinen Joker verspielt hat.

"Ich bin fest überzeugt, dass David in Silverstone zu hoch gepokert hat. Er hat gewusst, dass Jarno auf der Innenseite war und ist trotzdem das Risiko einer Kollision eingegangen. Aber er hat nicht nur Jarno keinen Platz gelassen, sondern auch seine eigene Chance um den Kampf in der Fahrerweltmeisterschaft mit Michael verspielt", zitieren englische Medien Eddie Jordan.

Was der Teamchef der Gelben nicht begreifen kann, ist die Tatsache, dass Coulthard gewusst haben muss im schnelleren Auto zu sitzen, er aber in der ersten Kurve alles unsinnigerweise riskiert hat.

ITV-Kommentator James Allen erklärte gegenüber 'ITV', dass seiner Meinung nach "DC" nun den Traum vom Titelgewinn endgültig begraben kann: "David Coulthard kann die Weltmeisterschaft dieses Jahr nicht mehr gewinnen, denn dazu müsste sie Michael Schumacher erst einmal hergeben", so Allen, der überzeugt ist, dass Schumacher sich spätestens beim Heimspiel Ferraris in Monza den Titel gesichert haben wird.