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Vettel: "Wirklich eine schlechte Situation"

Sebastian Vettel findet es schade, dass das strikte Test-Reglement in diesem Jahr dazu führt, dass er kaum im Formel-1-Boliden zum Einsatz kommt

(Motorsport-Total.com) - Nach der Trennung von Jacques Villeneuve kam es im vergangenen Jahr im BMW Sauber F1 Team zu einer Personalverschiebung. Testfahrer Robert Kubica wurde zum Einsatzpiloten befördert und stand damit für die Freitagstestfahrten nicht mehr zur Verfügung. Mit diesem Job wurde fortan Sebastian Vettel betraut, der bei seinen Einsätzen zu überzeugen wusste.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel sieht es positiv und hofft auf eine erfolgreiche WsbR-Saison Zoom

Durch die Veränderungen am Reglement können in diesem Jahr freitags keine dritten Autos mehr eingesetzt werden. Zwar dürfen die Teams in den Freien Trainings am ersten Grand-Prix-Tag die Cockpits auch mit Versuchsfahrern besetzen, doch davon machten bisher die wenigsten Rennställe Gebrauch, denn sie wollten ihre Stammfahrer dafür nicht "opfern".#w1#

Eine Ausnahme bildete das BMW Sauber F1 Team, das Vettel an den ersten drei Wochenenden eine Session fahren ließ - was den Stammfahrern missfiel. BMW Motorsport Direktor Mario Theissen hat sich nun entschieden, dass der 19-Jährige in Zukunft wieder zuschauen muss und Nick Heidfeld und Robert Kubica beide Trainingseinheiten bestreiten werden.

"Natürlich bin ich enttäuscht, denn ich verliere Zeit auf der Strecke", so der Deutsche im Interview mit 'autosport.com'. Doch von Kritik gegenüber seinem Team nimmt Vettel Abstand: "Da muss man das Testreglement kritisieren", so der World Series by Renault-Pilot, der es auch als schlecht empfindet, dass die Teams bei Tests nur noch ein Auto einsetzen dürfen, was diese verständlicherweise lieber mit einem Stammpiloten besetzen.

Vettel ist der Meinung, dass man aufgrund der Restriktionen im Moment den Nachwuchsfahrer nicht gerade eine Hilfe ist: "Ich hoffe, dass es in Zukunft besser sein wird. Das vergangene Jahr war in Bezug auf die gefahrenen Kilometer nicht schlecht. Für die jungen Fahrer ist es wirklich eine schlechte Situation. Manche Fahrer sind schon seit vielen Jahren in der Formel 1 und gehen eine Woche vor dem Rennen nach Valencia oder Barcelona testen."

In Bezug auf einen möglichen Einstieg als Formel-1-Stammfahrer in der Saison 2008 macht sich Vettel durchaus Sorgen, schließlich sei "intern noch nichts besprochen" worden, auch wenn es diesbezüglich viele Spekulationen in den Medien gebe: "In der Formel 1 urteilen die Leute sehr schnell, ob du gut bist oder nicht."

Es sei für ihn sehr schwierig, aufgrund der begrenzten Testmöglichkeiten einen guten Eindruck zu hinterlassen: "Wenn ein Fahrer nur einen Tag im Auto sitzt nachdem er einen Monat nicht gefahren ist oder - wie in meinem Fall - in der World Series fährt, dann ist es sehr schwierig, sich anzupassen. Wenn du dann bei einem der Tests noch ein technisches Problem hast, dann ist es sogar noch schlimmer."

Sebastian Vettel kann nun zumindest behaupten, die richtige Entscheidung getroffen zu haben, sich in diesem Jahr nicht ganz auf die Formel 1 zu konzentrieren, sondern auch in der World Series by Renault an de Start zu gehen: "Ansonsten würde ich jetzt vier Wochen nichts tun."

"Ich kann den Schritt absolut verstehen, das Team hat das Ziel, die Gesamtleistung zu verbessern, und wenn ich da ein Teil dieses Prozesses bin, dann muss ich das akzeptieren", so Vettel, der auch etwas Positives daran sehen kann: "Für meine World Series-Saison kann dies nur besser sein."

"Ich werde während der Saison ein paar Formel-1-Tests haben, ich werde also noch etwas Erfahrung im Formel-1-Auto sammeln", weiß Vettel. "Ich habe mich entschieden, mich in dieser Saison nicht nur auf die Formel 1 zu konzentrieren, was eine gute Sache ist. Ich habe immer noch die Möglichkeit, für das BMW Sauber F1 Team zu testen, aber auch, mit Carlin eine großartige Saison in der World Series zu haben."

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