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Vettel über Monaco: "Hat Spaß gemacht, also lasst es uns nicht mehr tun!"

Dass die Formel 1 in Monaco vom bisherigen Zeitplan abweicht, kommt bei Sebastian Vettel nicht gut an: "Alle schönen Dinge sterben!"

(Motorsport-Total.com) - 2022 wird mit einer Tradition gebrochen: Bislang fand das Training zum Großen Preis von Monaco immer am Donnerstag statt und war im Formel-1-Kalender eine Einzigartigkeit. Im kommenden Jahr wird der Event jedoch um einen Tag gekürzt und im traditionellen Format mit dem Training am Freitag abgehalten werden.

Sebastian Vettel (Aston Martin AMR21) beim Formel-1-Rennen von Monaco 2021

Sebastian Vettel ist ein Freund des Trainings am Donnerstag Zoom

Das kommt jedoch nicht bei allen gut an. Vor allem die Fahrer finden es schade, dass Liberty Media so mit einer Tradition bricht - egal welchen Sinn sie in der heutigen Zeit noch hatte. "Das ist schlecht", sagt Fernando Alonso. "Wir alle lieben Monaco, und einen Tag weniger zu haben, ist nicht gut."

Hintergrund des besonderen Formats war das Datum des Events, das traditionell rund um das Wochenende von Christi Himmelfahrt stattfand. Die Formel 1 fuhr ihr Training am Feiertag und am Wochenende, am Werksfreitag waren die Straßen für den normalen Stadtverkehr freigegeben. Das ist aber schon lange nicht mehr so: Aktuell ist der Freitag den Rahmenserien vorbehalten.

Die Formel-1-Teams haben derweil am Freitag eine eigene Agenda. "Es ist ein Wochenende, das vor allem für Sponsoren und solche Dinge nützlich ist", sagt Alonso. "Durch COVID hatten wir in diesem Jahr nicht so viele Marketingaktivitäten, aber hoffentlich ist das im nächsten Jahr wieder etwas normaler."


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Neben Sponsorentätigkeiten hatten Teams und Fahrer aber auch noch etwas mehr Gelegenheit, sich auf das Rennen einzustellen. "Es war schön, einen freien Tag zu haben - nicht um Party zu machen, sondern um etwas mehr Zeit für die Vorbereitung zu haben", sagt Sebastian Vettel. "Das war so ein Monaco-Ding."

Für ihn war das eine willkommene Abwechslung zum regulären Format. "Aber da alle schönen Dinge sterben, ist das wohl der Grund, warum es auf drei Tage zusammengekürzt wird", zuckt er mit den Schultern. "Es hat Spaß gemacht, also lasst es uns nicht mehr tun ..."

Gefragt, was er mit dieser Aussage meint, wiegelt der Aston-Martin-Pilot jedoch ab: "Das war eher ein Witz, aber ich weiß nicht, warum man das in Monaco ändern sollte", stellt er klar. "Ich denke, es hat funktioniert. Es war in Monaco einmalig. Aber wie auch immer: Wir werden uns anpassen, und ich denke nicht, dass ihr es merken werdet."


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"Ich habe es einfach nur aus Spaß gesagt", betont er und hat aus dem Stegreif kein anderes Beispiel parat. "Es gab sicherlich Dinge, die früher mehr Spaß gemacht haben, aber es gibt auch heute Dinge, die mehr Spaß machen als früher."

Aber es gibt auch Stimmen, die die Veränderung positiv sehen: "Es verschafft den Mechanikern, den Ingenieuren und allen anderen einen weiteren Tag daheim", sagt Lance Stroll. "Das ist bei diesem intensiven Kalender auch sehr wichtig", betont er. Denn auch 2022 soll es wieder 23 Rennen geben - mit einigen Tripleheadern.

Und dann gibt es noch Kimi Räikkönen, dem das nicht egaler sein könnte: "Ob es fünf Tage, eine Woche oder ein Tag ist: Ich denke da nicht drüber nach", so der Finne, der seine Karriere beenden wird. "Meine Wochenenden werden im kommenden Jahr so aussehen wie alle anderen Wochenenden auch."

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