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Vettel ätzt weiter: Gefahr, "Kern des Motorsports zu verlieren"

Die neuen Formel-1-Boliden sind so gar nicht nach dem Geschmack des Heppenheimers, der im Cockpit endlich wieder "einen Drachen zähmen" will

(Motorsport-Total.com/SID) - Weltmeister Sebastian Vettel macht sich angesichts des Wechsels zu den verbrauchsärmeren und deutlich leiseren Hybrid-Antriebssträngen Sorgen um die Zukunft der Formel 1. "Wir sind eine Sportart, die dafür berühmt ist, laut und gefährlich zu sein. Wir laufen Gefahr, den Kern des Motorsports zu verlieren", sagt der 26 Jahre alte Red-Bull-Pilot dem Nachrichtenmagazin 'Focus' und kommt zu dem Schluss: "Das passt nicht."

Sebaastian Vettel

Für Sebastian Vettel gibt es derzeit am Arbeitsplatz wenig zu lachen Zoom

Vor der aktuellen Saison war die Formel 1 von V8-Saugmotoren auf V6-Hybrid-Turboaggregate umgestiegen. "Ich würde einen V12- oder V10-Motor mit knapp 1000 PS, also richtig Power, einbauen", meint Vettel, der sich schon in den vergangenen Monaten wiederholt kritisch über Leistung und Sound der neuen Boliden geäußert hatte: "Ich hätte gerne Autos, die so schnell fahren, wie es überhaupt nur geht. Ich brauche das Gefühl, einen Drachen oder ein Biest zu zähmen."

Mit der Regelreform haben Vettel und Red Bull ihre Vormachtstellung in der Königsklasse vorerst an Mercedes verloren, die Silberpfeile feierten zuletzt drei Doppelerfolge in Folge. Die Befürworter der Regelnovelle fahren ebenfalls große Geschütze auf: McLaren-Patron Ron Dennis etwa warf dem Konkurrenten vor, mit seinem Eintreten für kurzfristig motivierte Interessen die Zukunft des Motorsports auf das Spiel zu setzen.