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Verstappen-Manager: "Villeneuve ist kein Fan von Max"

Verstappen-Manager Raymond Vermeulen und Red Bulls Helmut Marko sind von den kritischen Aussagen Jacques Villeneuves nicht überrascht: Ablehnung seit Beginn

(Motorsport-Total.com) - Die verbale Auseinandersetzung zwischen Jacques Villeneuve und Max Verstappen schlug in Monza hohe Wellen. Erst hatte der Ex-Weltmeister den Niederländer zur Ruhe ermahnt und gemeint, er würde noch jemanden umbringen, wenn er so weitermacht. Das ließ Verstappen allerdings nicht auf sich sitzen und konterte, dass Villeneuve mit solchen Aussagen vorsichtig sein soll, schließlich habe er selbst bei einem Unfall einen Streckenposten getötet (2001 in Australien; Anm. d. Red).

Jacques Villeneuve

Jacques Villeneuve hat sich stets kritisch zu Max Verstappen geäußert Zoom

Verstappen musste für diese Aussage teils große Kritik von außen einstecken, doch im Hause Red Bull stellt man sich schützend vor den 18-Jährigen. "Das Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen und bekommt dadurch eine wesentlich schärfere Bedeutung", will Motorsportberater Helmut Marko bei 'Sky' nichts von einem Skandal wissen. "Man weiß ja, dass aus einem längeren Interview ein Satz herausgepickt wird, der plötzlich eine ganz andere Bedeutung hat."

Das sieht auch Verstappens Manager Raymond Vermeulen so. "Max hat mit seiner Aussage gemeint, dass man vorsichtig sein muss, seinen Fahrstil und den Tod in Verbindung zu bringen", winkt er gegenüber 'Bild am Sonntag' ab. Stattdessen schiebt Vermeulen den Schwarzen Peter wieder in Richtung des Kanadiers, der den Stein mit seinen Aussagen ins Rollen gebracht hat: "Villeneuve muss vorsichtig sein mit dieser Formulierung. Ich kann mich da nur dem Max anschließen und sagen: Das ist respektlos gegenüber der Familie des getöteten Streckenposten."

Dass der Vorwurf ausgerechnet von Villeneuve kommt, überrascht ihn dabei gar nicht, schließlich hatte der Kanadier den Einstieg des Teenagers schon von Anfang an kritisiert und gemeint, dass man die Formel 1 nicht einfach als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum bekommen dürfe. "Wir wissen, dass Villeneuve kein Fan von Max ist und ihn nicht positiv einschätzt", so Vermeulen, und auch Marko sagt: "Villeneuve war einer der schärfsten und härtesten Kritiker seitdem Max in der Formel 1 ist."

Den heftigen Konter des Niederländers müsse der Weltmeister von 1997 daher einstecken können, schließlich teilt er selber gerne verbal aus. Allerdings hat der Österreicher auch Verstappen selbst wegen seiner Kommentare noch einmal gewarnt: "So ein Thema ist heikel, damit muss man vorsichtiger sein", sagt er. Verstappen müsse in Zukunft auf seine Worte achten, weil solche Zitate gerne einmal aus dem Zusammenhang gerissen werden. "Das hat er auch eingesehen. Er wird in Zukunft sicherlich vorsichtiger sein."


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Doch Marko kommt nicht umhin zu betonen, dass Verstappen mit seiner Art auch positive Auswirkungen mit sich bringt. Die Formel 1 war durch die Kontroverse im Gespräch und in den Medien, und Fans bringt der 18-Jährige ohnehin mit, wie man an den orange gekleideten Fans in Belgien gesehen hat. "Bernie Ecclestone hat heute gesagt, dass wir zehn Verstappens bräuchten", so Marko.

Wenn der Youngster nun noch regelmäßig starke Ergebnisse einfährt, dann wäre man bei Red Bull rundum glücklich. Mit Daniel Ricciardo hat man bereits so einen Piloten, der allerdings medial weniger Beachtung findet. "Leider geht Ricciardo etwas unter, aber das macht nichts. Der wird deutlich unterschätzt", findet Marko und lobt: "Vom Speed und vom Reifenschonen her ist der absolute Weltklasse. Das bestärkt uns umso mehr, dass wir im kommenden Jahr ganz stark um den WM-Titel mitkämpfen werden."

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