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Valtteri Bottas hadert mit Timing: Darum schied er in Q2 aus

Valtteri Bottas verliert zum zweiten Mal in Fogle das teaminterne Duell und hadert mit dem Timing - Guanyu Zhou gelingt der erste Einzug in Q3

(Motorsport-Total.com) - "Das bedeutet mir eine Menge", sagt Guanyu Zhou nach seinem ersten Einzug in Q3. Der Chinese konnte zum zweiten Mal in Folge seinen erfahrenen Teamkollegen Valtteri Bottas schlagen und erstmals in die Top 10 einziehen. "Ich bin sehr glücklich, dass mir das gelungen ist", sagt Zhou, der in Q3 allerdings Letzter wurde und somit von Rang zehn starten wird.

Valtteri Bottas (Alfa Romeo C42) im Qualifying zum Formel-1-Rennen in Kanada 2022

Valtteri Bottas wurde am Ende noch aus den Top 10 geworfen Zoom

"Von dem Moment an, als ich heute Morgen aufwachte und die Bedingungen sah, wusste ich, dass alles passieren kann", sagt der Alfa-Romeo-Pilot. "Wir waren in der Vergangenheit schon oft nahe an Q3 dran, aber ich hatte nicht erwartet, es hier in Montreal zu erreichen, das eine völlig neue Strecke für mich ist."

Zudem besitzt Zhou auch noch nicht viel Erfahrung im Regen: Für ihn war es nach Imola und dem dritten Training zuvor erst die dritte Session im Nassen. Trotzdem konnte er im Gegensatz zu Teamkollege Valtteri Bottas Q2 überstehen und sich als Siebter für den letzten Abschnitt qualifizieren.

"Es hat mir Spaß gemacht, unter diesen Bedingungen zu fahren, und das mit dem zusätzlichen Druck für uns Fahrer, denn jeder kleine Fehler kann sich auf unsere Leistung auswirken", sagt er. "Es war heute wirklich schwierig da draußen, die Strecke war rutschig und es war fast unmöglich, die anderen Fahrer vor uns zu sehen. Ich bin froh, dass ich alles geben konnte."

"Meine Runden in Q3 waren etwas chaotisch, aber ich bin froh, dass ich das volle Potenzial des Autos ausschöpfen konnte", so Zhou, der hofft, dass er am Sonntag sein zweites Punkteergebnis einfahren kann. "Vielleicht bekommen wir beide Autos in die Punkte", sagt er.

Denn Teamkollege Bottas startet als Elfter genau hinter Zhou. Der Finne wurde ganz zum Schluss noch aus den Top 10 geworfen und hatte etwas Pech mit dem Timing: "Ich kam als einer der Ersten über die Linie, als die Strecke fast eine Sekunde pro Runde schneller wurde. Alle hinter mir hatten einen großen Vorteil, sodass ich kein Glück hatte", sagt er.

"Das ist schade, denn das Auto fühlte sich bei gemischten Bedingungen gut an. Die Strecke war ziemlich knifflig, vor allem in Q1, als die Sicht gegen Null ging. In Q2 verbesserte sich der Belag schnell und es fühlte sich wie eine große Verbesserung an", so Bottas.


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Er weiß aber auch, dass sich die Vorzeichen am Sonntag noch einmal komplett ändern werden, weil es trocken sein wird. "Das haben wir bei der Abstimmung berücksichtigt, und ich erwarte, dass wir konkurrenzfähig sein werden", sagt er. "Wir können mit beiden Autos um einige gute Punkte kämpfen. Es ist gut, dass wir beide, Zhou und ich, dort oben stehen."

Für seinen Teamkollegen hat er noch ein besonderes Lob übrig: "Das ist schön zu sehen", freut er sich mit Zhou. "Er will gute Ergebnisse und braucht diese auch für sein Selbstvertrauen. Ich hoffe, dass er ein gutes Rennen haben kann und dass die Zuverlässigkeit stimmt. Baku hat ihm aber geholfen, und ich habe ihm gesagt, dass er Vertrauen aus seiner Pace ziehen soll, dass er es kann. Er macht das ganz gut."

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