powered by Motorsport.com

Valsecchi wünscht sich Cockpit für Leimer

Davide Valsecchi würde sich ein Cockpit für Fabio Leimer wünschen, weil ein GP2-Meister einfach einen Platz verdient hat - Auch der Italiener hofft auf Chance

(Motorsport-Total.com) - Er ist bislang der einzige GP2-Meister, der noch nie ein Formel-1-Rennen bestreiten durfte: Davide Valsecchi sitzt derzeit bei Lotus auf der Ersatzbank und hat vor drei Tagen einen Mitstreiter gefunden. Auch Fabio Leimer darf sich jetzt GP2-Meister nennen. Der Schweizer krönte sich im Kampf gegen Sam Bird zum Champion und hofft nun seinerseits auf den Sprung in die Formel 1, doch groß in die Gerüchteküche geraten ist der 24-Jährige bislang nicht - auch ihm droht das Schicksal von Valsecchi.

Davide Valsecchi, Fabio Leimer

Davide Valsecchi überreicht seinem Nachfolger Fabio Leimer den Meister-Pokal Zoom

Das hofft der Italiener aber nicht: "Ich hoffe für Leimer, dass er im nächsten Jahr einen Platz in der Formel 1 hat", zeigt sich der entthronte Meister gegenüber 'Autosport' gönnerhaft. Doch für ihn hat das einen einfachen Grund: "Es sollte so sein, dass der Meister der zweiten Liga ein Formel-1-Renncockpit erhalten sollte, aber in dieser Welt ist das eben nicht der Weg, wie die Geschichte immer geschrieben wird." Auch Kevin Magnussen hätte laut dem Italiener als Meister der Renault-World-Serie einen Sitz verdient.

Valsecchi blieb vor dieser Saison nur der Platz des Testfahrers bei Lotus übrig, obwohl sich die dritt-, viert- und sechstplatzierten Esteban Gutierrez, Max Chilton und Giedo van der Garde allesamt in die Königsklasse drängen konnten. Beinahe wäre auch Vizemeister Luiz Razia dort gelandet, bis ihm im letzten Moment die Sponsoren abhandenkamen. "Es ist nicht einfach, unter die besten 22 Piloten der Welt zu kommen, aber wenn man das Glück der anderen betrachtet, dann hoffe ich für Leimer, dass er auch da sein wird - und natürlich auch für mich selbst!"

Davide Valsecchi

Valsecchi im Lotus war in dieser Saison ein eher seltenes Bild Zoom

Auch Valsecchi hat den Traum von einem Cockpit für 2014 noch nicht aufgegeben. Nach dem Abgang von Starpilot Kimi Räikkönen ist bei Lotus nämlich ein Platz freigeworden. Doch die Konkurrenz ist mit Nico Hülkenberg oder Pastor Maldonado enorm. Dennoch rechnet sich auch der 26-Jährige Chancen aus: "Ich habe immer noch eine kleine Hoffnung. Das Team muss einen Ersatz für Kimi finden und ich bin bereit dafür."

Zwar konnte sich der Mann aus der Lombardei in dieser Saison kaum beweisen, dennoch hat er ein schlagkräftiges Argument auf seiner Seite: "Ich habe die GP2 im vergangenen Jahr gewonnen und ich denke, dass ich einer der besten Fahrer außerhalb der 22 Piloten der Formel 1 bin. Vielleicht wird mich ein Formel-1-Team anrufen, dann würde ich auch gerne reden." Doch so langsam gehen die Alternativen aus, wenn er sich nicht mehr mit der Reserverolle zufriedengeben will. Vielleicht kommt seine Rennchance aber auch schneller als gedacht, denn ob Kimi Räikkönen in Austin und Sao Paulo Lust hat, ist noch nicht in Stein gemeißelt...