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  • 27.07.2017 13:42

Ungarn-Facts: Alles, was du wissen musst!

Warum der Hungaroring trotz der langsamen Kurven ein Härtetest für die Pirellis ist - Jetzt hören: Der Formel-1-Talk "Starting Grid" vor dem Grand Prix von Ungarn

(Motorsport-Total.com) - Am Freitag beginnt mit dem ersten Freien Training der Grand Prix von Ungarn in Mogyorod vor den Toren von Budapest. Der Hungaroring ist 4,381 Kilometer lang und seit 1986 ohne Unterbrechungen fester Bestandteil des Formel-1-Kalenders. Den Streckenrekord auf der aktuellen Variante hält Sebastian Vettel mit einer Bestzeit von 1:18.773 Minuten, aufgestellt 2010 auf Red Bull.

Mit dieser Artikelreihe, die 2017 jeden Donnerstag vor einem Grand Prix erscheint, wollen wir unsere Leser standardisiert über die wichtigsten Facts vor dem Rennwochenende informieren. Welche Reifen hat Pirelli für die Teams im Angebot? Was hat sich an der Strecke seit dem letzten Rennen verändert? Wer sind die von der FIA nominierten Rennkommissare? Und wo liegen die DRS-Zonen zum Überholen?

Darüber hinaus bieten wir in den sogenannten "FIA-Fast-Facts", eine diesem Artikel angefügte Fotostrecke, begleitende Informationen. Diesmal zum Beispiel, welchen alten Schumacher-Rekord Lewis Hamilton 2016 ausgelöscht hat oder welches Team (überraschenderweise) mit klarem Abstand Rekordsieger auf dem Hungaroring ist.

Für die Antworten jetzt durchklicken!

Reifen

Für den Grand Prix von Ungarn 2017 nominierte Pirelli den P Zero White (Medium), den P Zero Yellow (Soft) sowie den P Zero Red (Supersoft). Das entspricht exakt der Wahl des Vorjahres. In der laufenden Saison kommt diese Konstellation bereits zum fünften Mal zum Einsatz (so auch beim vergangenen Rennen in Großbritannien).

Allerdings steht der Hungaroring in einem großen Kontrast zum Kurs in Silverstone: Er gehört zwar zu den etablierten permanenten Rennstrecken, doch weist er zugleich Merkmale eines Straßenkurses aus. Dazu gehören seine engen, verwinkelten Kurven, der relativ geringe Grip des Asphalts sowie vergleichsweise gemäßigte Geschwindigkeiten. Dass es zu dieser Jahreszeit in Ungarn extrem heiß werden kann, erhöht jedoch den thermisch bedingten Verschleiß der Reifen deutlich. Das ist ein Grund, warum Pirelli die Medium-Mischung für den Hungaroring wählte.

Reifen-Key-Facts

Der Hungaroring besteht aus einer nahezu ununterbrochen Abfolge von Kurven, sodass die Reifen unablässig arbeiten müssen.

Im vergangenen Jahr folgte auf einen verregneten Samstag ein extrem heißer Rennsonntag. Die Asphalttemperaturen waren mit die höchsten des Jahres 2016. Eine Zweistoppstrategie führte zum Erfolg.

Die Teams wählen ziemlich hohe Abtriebswerte, um die Kurvengeschwindigkeit zu maximieren. Dennoch steht eher der mechanische als der aerodynamische Grip im Vordergrund.

Wie in der Vergangenheit zu sehen war, können Safety-Car-Phasen die Rennstrategie in Ungarn beeinflussen.

Es gibt nur eine echte Gerade, sodass die Reifen sich kaum abkühlen können.

Das Überholen ist auf dem Hungaroring sehr schwierig. Daher kommt es maßgeblich auf das Qualifying sowie die Strategie an.

Parallel zum Grand Prix von Ungarn findet in Belgien das 24-Stunden-Rennen von Spa statt. Hinsichtlich der Zahl der gelieferten Reifen ist es für Pirelli das größte Einzelrennen: über 10.000 Reifen bringt das Unternehmen an die Strecke.

Nach dem Grand Prix von Ungarn findet am Dienstag und Mittwoch der zweite Test innerhalb der Saison statt, zu dem alle Teams erwartet werden. Während dieses Tests wird Mercedes einen Tag lang mit einem Auto Pirelli dabei unterstützen, die Slicks für 2018 zu entwickeln.

Nachdem bereits mehr als die Hälfte der Rennen der Saison absolviert sind, geht die Formel 1 nach dem Grand Prix in Ungarn in die Sommerpause. Das nächste Rennen findet dann Ende August in Belgien statt.

Erforderlicher Mindestdruck der Reifen am Start: 18,5 psi (Vorderreifen), 17,5 psi (Hinterreifen).

Limit für den Reifensturz: -3,75 Grad (Vorderreifen), -2,00 Grad (Hinterreifen).


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Mario Isola, Leiter Automobilsport von Pirelli

"Im vergangenen Jahr wurde die Strecke rechtzeitig zum Grand Prix neu asphaltiert. Es wird interessant sein zu sehen, wie sich diese Veränderung ein Jahr später auswirkt, weil neuer Asphalt reift. Wir haben im vergangenen Jahr festgestellt, dass der neue Fahrbahnbelag glatter und insgesamt schneller als die vorherige Oberfläche war."

"Bei der Wahl der Reifenkontingente haben die Teams das Verhältnis zugunsten der Mischungen Soft und Supersoft verschoben. Pirelli geht also davon aus, dass sie die Basis ihrer Strategien bilden. Ungarn gehört traditionell zu den Rennen, bei denen die Strategie den Ausschlag gibt, nicht zuletzt aufgrund der Schwierigkeit, Konkurrenten zu überholen. Das und die noch schnelleren Autos der neuen Generation machen die Datenerhebung am Freitag und am Samstag noch wichtiger als sonst."

Strecke & Sicherheit

Außen in den Kurven 1, 2, 4, 10, 11 und 12 wurden die Reifenstapel in ihrer Tiefe verbreitert.

Links bei der Anfahrt zu Kurve 1 wurde ein neuer Fangzaun installiert.

Am Ausgang der Kurven 4 und 11 wurden neue Doppel-Kerbs angebracht.

DRS-Zonen

Beim Grand Prix von Ungarn gibt es zwei DRS-Zonen. Der Aktivierungspunkt von DRS-Zone 1 liegt 130 Meter nach Kurve 14, der zweite sechs Meter nach Kurve 1. Ob DRS ausgelöst werden darf, entscheidet sich am einheitlichen Detektionspunkt für beide Zonen. Dieser liegt fünf Meter vor Kurve 14. Beträgt der Rückstand auf das vorfahrende Auto am Detektionspunkt weniger als eine Sekunde, darf DRS aktiviert werden.

Boxengassen-Speedlimit

80 km/h für Freie Trainings, Qualifying und Rennen. Ohne Ausnahmen.


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FIA-Rennkommissare

Garry Connelly ist Direktor des Globalen und Australischen Instituts für Motorsport-Sicherheit sowie Mitglied des FIA-Motorsport-Weltrats. Im Motorsport engagiert er sich seit 1960. Als langjähriger Rallye-Fahrer hatte er maßgeblichen Anteil daran, die Rallye-WM ab 1988 nach Australien zu bringen. Er war dort bis 2002 Chef des Organisationskomitees und Rennleiter. Seit 1989 ist er FIA-Kommissar für die Rallye-, Tourenwagen- und Formel-1-WM.

Tim Mayer ist der Sohn des ehemaligen McLaren-Teamchefs Teddy Mayer. Zwischen 1992 und 1998 organisierte er IndyCar-Rennen und betätigte sich im Streckenbau, ehe er zu einem der Gründerväter der CART-Serie wurde. Als US-Delegierter der FIA ist er heute für alle WM-Events in seinem Heimatland zuständig. Obendrein mischt er immer noch in der Langstrecken-Rennserie IMSA mit.

Derek Warwick hat in seiner aktiven Formel-1-Karriere zwischen 1981 und 1993 146 Rennen bestritten, für Teams wie Toleman, Renault, Brabham, Arrows und Lotus. Viermal stand er auf dem Podium, zweimal schaffte er eine schnellste Rennrunde. 1992 war er auf Peugeot Sportwagen-Weltmeister und er gewann die 24 Stunden von Le Mans. Seit mehreren Jahren ist der heutige Präsident des britischen Rennfahrerklubs BRDC immer wieder Experten-Rennkommissar in der Formel 1.

Der vierte Rennkommissar für den Hungaroring wird vom nationalen Verband in Ungarn gestellt.

Eine Runde mit Romain Grosjean

"Mit den neuen Autos könnte die Veränderung beim Fahren dieses Jahr groß sein. Der zweite Sektor wird sehr schnell sein und gut fließen. Und die letzten zwei Kurven erwarte ich viel schneller als in der Vergangenheit. Es könnte sich auch das Rennen anders entwickeln. Und Überholen wird womöglich nicht einfacher. Du musst sowieso immer vergessen, was du in den Vorjahren gelernt hast, und jetzt ist alles ganz anders, mit viel schnelleren Autos. Das ändert die Herangehensweise. Aber nach zehn Rennen mit diesen Autos kennen wir deren Limits ganz gut."

"Der Hungaroring wird ein heißes Rennen, was die Temperaturen angeht, aber das ist okay. Die Fitness ist auf schnellen Strecken wie Silverstone, Österreich, Malaysia und Japan eher ein Thema. Langsamere Strecken können auch hart sein, aber der Körper gewöhnt sich dran. Obwohl das Überholen sehr schwierig ist, habe ich hier 2013 eines meiner besten Manöver gezeigt. Außen in Kurve 4 gegen Felipe Massa. Ich bekam eine Durchfahrtstrafe, weil ich mit vier Rädern neben der Strecke war. Aber mir war das egal. Für mich ist es immer noch eines meiner schönsten Überholmanöver überhaupt."


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"Die Runde geht los mit dem Anbremsen der ersten Haarnadel. Kurve 2 ist ziemlich knifflig: lang nach links gezogen und bergab. Wichtig ist, am Ausgang so weit links zu bleiben wie möglich, um Kurve 3 anbeschleunigen zu können. Dort willst du nämlich voll auf dem Gas sein, weiter bis Kurve 4. Kurve 5 ist ziemlich wellig - eine schnelle Rechtskurve. Und dann die Schikane."

"Nach der folgen einige Kurven, die ich wirklich cool finde. Und dann geht's in die letzten drei Kurven. Für die 90-Grad-Rechtskurve musst du voll in die Eisen, und die letzten zwei Kurven sind eine Schlüsselstelle. Das Ende der Runde ist eine lange Linkskurve, dann eine lange Rechtskurve, durch die du viel Geschwindigkeit mitnehmen musst."

Zeitplan und Teilnehmer der FIA-Pressekonferenzen

Donnerstag, 15:00 Uhr:
Fernando Alonso (McLaren)
Marcus Ericsson (Sauber)
Nico Hülkenberg (Renault)
Sebastian Vettel (Ferrari)
- - -
Kevin Magnussen (Haas)
Sergio Perez (Force India)
Stoffel Vandoorne (McLaren)
Max Verstappen (Red Bull)

Freitag, 16:00 Uhr:
Mattia Binotto (Ferrari)
Mario Isola (Pirelli)
Frederic Vasseur (Sauber)
- - -
Nick Chester (Renault)
Paddy Lowe (Williams)
Paul Monaghan (Red Bull)

Unmittelbar nach Qualifying und Rennen:
Die Top 3 des Qualifyings beziehungsweise Rennens.

Formel-1-Talk vor dem Grand Prix von Ungarn

Der Formel-1-Talk "Starting Grid" ist inzwischen eine feste Institution vor und nach den Grands Prix geworden. Vor dem Rennen auf dem Hungaroring erklärt Christian Nimmervoll, warum der Hungaroring immer eine Reise wert ist. Und er diskutiert mit den Moderatoren Kevin Scheuren und Ole Waschkau von meinsportradio.de über die sportliche Ausgangslage aller Teams. Wer der Geheimtipp der Dreier-Runde ist? Jetzt in unserem Audioplayer nachhören oder den iTunes-Podcast abonnieren, zum Beispiel für das Autoradio!

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