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Tracklimits Barcelona: Wo die Formel-1-Fahrer fahren dürfen und wo nicht

In welchen Kurven gelten beim Formel-1-Rennwochenende in Barcelona welche Spielregeln? Und warum verschärft FIA-Rennleiter Masi seine Richtlinien?

(Motorsport-Total.com) - Tracklimits und deren Einhaltung sind zwei der bestimmenden Themen in der bisherigen Formel-1-Saison 2021. Und auch beim Spanien-Grand-Prix in Barcelona (hier im kostenlosen Formel-1-Liveticker verfolgen!) könnten die Vorgaben von FIA-Rennleiter Michael Masi für Schlagzeilen sorgen, denn diese Richtlinien wurden nun noch einmal verschärft.

Nicholas Latifi, Max Verstappen

In der Schikane ist keine alternative Linie erlaubt, sonst wird die Zeit gestrichen Zoom

Konkret will der Vertreter des Automobil-Weltverbands (FIA) am Circuit de Barcelona-Catalunya nämlich nicht nur in den Kurven 1 und 2 seine Tracklimits überwachen, sondern auch im Bereich der Kurven 13, 14 und 15. Letztere umfassen die Schikane vor Start und Ziel, und dort gelten erstmals noch strengere Regeln als bisher, vor allem mit Blick auf das Qualifying.

Gerade beim Zeitfahren hatte Masi vergangenes Jahr eine Beobachtung gemacht: "Die Fahrer nutzen [statt der Schikane] die [seit 2007 nicht mehr befahrene] originale Streckenführung, und sie machen das, um aus dem Weg zu gehen oder um jemanden im Qualifying nicht unnötigerweise aufzuhalten."

Der neue Ansatz der FIA für die Schikane

So war es zumindest bisher. Denn Masi will das nicht erneut erlauben: "Wir haben festgestellt, dass die Fahrer auf der Originalstrecke mit mehr Schwung zurück auf den Kurs kommen. Sie beginnen ihre Qualifying-Runde also mit viel höherem Speed." Das entspreche einer Vorteilnahme, die nicht im Sinne der Regelhüter sei.

Formel-1-Rennleiter Masi will den Fahrern diese Ausweichmöglichkeit für den Spanien-Grand-Prix zwar nicht komplett rauben, aber auch den Vorteil im Qualifying durch das Abkürzen vorab nicht stehen lassen. Also ersann er einen Kompromiss.


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In Masis "Event-Notes" ist dazu im Wortlaut zu lesen: "Wer im Training oder im Rennen eine Rundenzeit erzielt, indem er nicht die Kurven 13, 14 und 15 auf der Strecke durchfährt, dessen [aktuelle] Rundenzeit und die Zeit der folgenden Runde werden gestrichen."

Bedeutet: Ein "Schwung holen" auf der Außenbahn ist nicht mehr möglich, weil die erzielte Rundenzeit in diesem Fall ohnehin nicht gelten würde. "Ich glaube aber eh nicht, dass das abgesehen vom Qualifying wirklich ein Thema geworden wäre", meint Masi.

Tracklimits-Überwachung in Kurve 1 bleibt

Viel wichtiger aus seiner Sicht sei die Überwachung der Tracklimits in der ersten Kurve nach Start und Ziel, also dort, wo sich üblicherweise die meisten Fahrer in Barcelona vertun.


Fotos: F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2021


2021 gelten dort die Spielregeln, "die wir nun schon ein paar Jahre haben", sagt Masi. "Wer in Kurve 1 oder vor den gelben Randsteinen in Kurve 2 von der Strecke abkommt, der muss [links durch die Auslaufzone fahren] und darf erst nach dem zweiten Poller wieder sicher auf die Strecke zurückkehren." In jedem Fall aber werde die Rundenzeit gestrichen.

Mehr noch: Im Wiederholungsfall droht im Rennen schon nach dem zweiten Abkürzen die schwarz-weiße Flagge, die einen Rennfahrer offiziell verwarnt. "Beim dritten Verstoß können die Sportkommissare dann eine Strafe verhängen", erklärt Masi.

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