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Toyota bestätigt "verbindliches Abkommen mit Glock"

Am Freitag war Glock mit seinem Manager drei Stunden in Genf, um zusammen mit Anwälten eine Klärung in der komplizierten Vertragssituation zu erzielen

(Motorsport-Total.com) - Dass in der Formel 1 manchmal Dinge nicht reibungslos laufen, muss derzeit Timo Glock erfahren. Der GP2-Champion will kommendes Jahr für Toyota als Stammfahrer an den Start gehen, doch das BMW Sauber F1 Team hat auf den Deutschen eine Option gezogen, möchte ihn auch kommende Saison als Testfahrer an Bord haben.

Timo Glock

Timo Glock benötigt im Moment gute Nerven Zoom

Am Freitag gab es deshalb in Genf in einem Hotel eine Anhörung des 'Contract Recognition Boards' (CRB), eine Schiedsstelle, die bei Streitigkeiten in Vertragsangelegenheiten schlichten soll. Dieser liegen sämtliche Verträge der Formel-1-Piloten vor, um Reibereien zu vermeiden.#w1#

John Howett, Präsident der Toyota Motorsport GmbH, bestätigte der 'motorsport aktuell' das Interesse am Rennfahrer aus Wersau: "Wir haben Timo einen Fahrer-Platz angeboten. Seine Management-Firma und deren Anwälte gehen davon aus, dass er verfügbar ist."

Manager Hans-Bernd Kamps erklärte der 'Speed Academy' zu dem Thema 'CRB': "Die Lage ist nicht so dramatisch, wie sie dargestellt wird. Toyota will Timo verpflichten, BMW möchte ihn halten - also muss eine unabhängige Stelle klären, wer welchen Zugriff in der Zukunft hat."

Das Vorgehen des 'CRB' ist Routine. Jedes Mal, wenn ein Fahrer einen neuen Vertrag unterschreibt, wird überprüft, ob dieser im ersten Jahr in Konflikt mit einer anderen Vereinbarung steht - was bei Glock der Fall zu sein scheint. Das 'CRB' will bis zur kommenden Woche eine Entscheidung fällen.

Howett spricht von einem "verbindlichen Abkommen mit Glock", nun wartet man auf die Entscheidung des 'CRB', dies sei ein "ganz normaler Prüf-Vorgang in der Formel 1". Die Japaner wollen den 25-Jährigen für mindestens drei Jahre, und ihn nicht eines Tages wieder an BMW verlieren.

BMW versucht unterdessen, ihm für 2009 einen Platz als Stammfahrer in Aussicht zu stellen, wobei man momentan wohl noch keine Garantien abgeben kann. Kamps geht davon aus, dass es zu einer Einigung kommen wird, schließlich seien beide Unternehmen "seriös".

Unterdessen hat Glock zugegeben, dass er überrascht ist, dass das Thema nun doch nicht kurz nach dem Ende der Saison geklärt werden konnte. Die aktuelle Situation zehre "ziemlich an meinen Nerven", wie der Rennfahrer zugibt, vor allem deshalb, weil es um rechtliche Dinge gehe, auf die er sowieso keinen Einfluss habe.

"Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, die ganze Sache ginge spurlos an mir vorüber", so Glock in seiner Kolumne auf 'speed-academy.de'. "Ich bin Rennfahrer und kein Jura-Student - also hält sich mein Interesse für solche Vorgänge in engen Grenzen."

Glock, der zusammen mit Kamps und den Anwälten am Freitag drei Stunden in Genf verbrachte, könne verstehen, dass man in der Situation eine Klärung herbeiführen müsse: "Aber so lange hat sich noch keine Entscheidung über meine Karriere hingezogen, und vor allem war noch keine so kompliziert und von so vielen juristischen Feinheiten begleitet."

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