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Toro Rosso: Wehrlein auf der Liste "ganz weit hinten"

Pascal Wehrlein ist eher kein Kandidat für Toro Rosso 2019, Daniil Kwjat hingegen schon - Jean-Eric Vergne hat kein Interesse an einer Rückkehr

(Motorsport-Total.com) - Das Toro-Rosso-Team hat noch keinen Fahrer für die Formel-1-Saison 2019 unter Vertrag genommen. Pierre Gasly wechselt zu Red Bull ins A-Team, Brendon Hartley hat sich mit seinen Leistungen bisher nicht wirklich aufgedrängt. Und neue Nachwuchsfahrer aus dem Red-Bull-Juniorteam kommen für eine Beförderung in die Formel 1 eher (noch) nicht in Frage.

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein zählt nicht zu den heißesten Toro-Rosso-Kandidaten Zoom

Pascal Wehrlein könnte theoretisch ein Thema sein, denn Mercedes beendet sein Engagement in der DTM, und dann wäre der ehemalige Manor- und Sauber-Fahrer ein möglicher Kandidat. Red-Bull-Motorsportkonsulent Helmut Marko witzelt im 'ORF' allerdings, er habe die Anwärter auf seiner Liste "alphabetisch" sortiert, "und da ist Wehrlein ganz weit hinten". Zumal er "nicht heiß" darauf sei, "einen Mercedes-Fahrer zu nehmen".

Konkreter werden dafür Gerüchte, wonach Daniil Kwjat noch eine Chance bekommen könnte. Der Russe hat zwar inzwischen als Test- und Simulatorfahrer bei Ferrari angeheuert, mutmaßlich würde man ihm dort aber keine Steine in den Weg legen, falls er die Möglichkeit bekommen sollte, wieder Formel-1-Rennen zu fahren.

"Kwjat steht auch auf der Liste", bestätigt Marko. Gegenüber 'Motorsport.com' führt er außerdem aus: "Ich würde meinen, dass er jetzt reifer ist als damals. Aber wir haben mit Toro Rosso keine Eile. Wir werden unser Fahrerproblem lösen. Wir haben eine lange Liste mit Namen. Wir werden sehen."

Daniel Ticktum, der aktuell auf Kurs ist, die Formel-3-Europameisterschaft zu gewinnen, wäre rein theoretisch der heißeste Red-Bull-Junior. Marko hält viel von dem Briten. Doch alles deutet darauf hin, dass Ticktum 2019 für ein weiteres Lehrjahr in der japanischen Super Formula geparkt wird. Auch, weil er die nötigen Superlizenz-Punkte für die Formel 1 wahrscheinlich nicht erreichen wird.

Dann wäre da noch Antonio Giovinazzi, ein Ferrari-Junior. Aber: "Ich glaube, der geht woanders hin", sagt Marko. Sollte Giovinazzi von Ferrari bei Sauber geparkt werden, wäre das ein weiteres Indiz dafür, dass Charles Leclerc tatsächlich den Platz von Kimi Räikkönen einnehmen wird. Denn das zweite Cockpit darf Ferrari-Partnerteam Sauber selbst besetzen. Zum Beispiel mit Marcus Ericsson oder Stoffel Vandoorne.


Fotostrecke: Fahrer und Teams der Formel 1 2019

Vandoorne könnte ebenfalls ein Thema für Toro Rosso sein. Für ihn spricht, dass er die Honda-Ingenieure kennt und bei denen recht beliebt ist. Gegen ihn sprechen seine Leistungen im McLaren. Und so ist auch ein Verbleib von Hartley nicht ausgeschlossen. Die Frage an Marko, ob es das Ziel sei, zumindest einen arrivierten Fahrer im Team zu haben, beantwortet er mit einem klaren "Ja".

Arriviert wäre zum Beispiel Jean-Eric Vergne, der Ende 2014 bei Toro Rosso rausgeschmissen wurde. Vergne galt lange Zeit als Anwärter auf das Red-Bull-Cockpit, das letztendlich Daniel Ricciardo bekommen hat, und hat seither die Formel E gewonnen. Mit 28 wäre er immer noch im besten Formel-1-Alter.

Aber der Franzose "möchte nicht in die Formel 1 zurück, nur um Formel-1-Fahrer zu sein und um achte oder zehnte Plätze zu kämpfen, und dann nach einem Jahr wieder gefeuert zu werden", stellt er im Interview mit 'Sky Sports F1' klar. "Ich bin sehr glücklich mit dem, was ich tue. Hier kann ich Rennen und Titel gewinnen."

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