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Toro Rosso in Abu Dhabi: Reifenschäden kosten Q2-Einzug

Weder Daniil Kwjat (17.) noch Carlos Sainz (21.) können nach einem katastrophalen Freitag im Qualifying von Abu Dhabi ihre Pace steigern - Ursache weiterhin ungeklärt

(Motorsport-Total.com) - Das Toro-Rosso-Team konnte nach einem verkorksten Freitag überschattet von zwei Reifenschäden im Qualifying zum Grand Prix von Abu Dhabi nur die Positionen 17 und 21 einfahren. Seit dem Österreich-Rennen war man nicht mehr so schlecht positioniert. Grund dafür ist die fehlende Trainingszeit, wodurch man den STR11 nicht optimal abstimmen konnte.

Carlos Sainz

Toro Rosso fährt dem Rest des Feldes in der Dämmerung von Abu Dhabi hinterher Zoom

Zweimal erlitt Daniil Kwjat am Freitag einen Reifenschaden. Zweimal löste sich der linke Hinterreifen auf. Das Problem lag nicht am Reifen selbst sondern vielmehr an der Felge. Es scheint nicht klar zu sein, ob die Felgenprobleme von den Komponenten selbst ausgelöst wurden, oder weil die Felge an der Radaufhängung oder einem anderen Bauteil des Reifen-Setups gerieben hat. Nachdem die FIA dem Team am Freitag keine Fahrerlaubnis mehr erteilt hatte, durften die Jungbullen nach Änderungen an der Hinterradaufhängung am Samstag wieder auf die Strecke gehen.

"Ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Leistung nach all den Problemen gestern und heute Vormittag. Wir haben erst im Qualifying alles gelernt. Die Balance war zwar nicht sehr erfreulich, aber angesichts der Umstände war es das Beste, das wir hätten machen können", analysiert Kwjat seinen Arbeitstag. Ihm fehlten nur 0,117 Sekunden auf den Einzug ins Q2, er startet am Sonntag von Position 17.

Sainz in letzter Startreihe: "Schmerzt doppelt so viel"

"Auf den ersten beiden Reifensätzen haben wir viele Fehler gemacht, die du eigentlich im Training machen solltest. Du verbremst dich schnell. Auf dem dritten Satz war die Runde ganz okay. Trotzdem hat uns viel Zeit gefehlt, um das Auto zu verstehen. Wir mussten Kompromisse eingehen, weil die FIA nicht glücklich darüber war, was passiert ist. Wir konnten jedoch alle Anforderungen erfüllen. Im Rennen sollte es okay sein", hofft der Russe.

Während des Zeittrainings haben ihn die Reifenschäden vom Vortag mental jedenfalls nicht beeinflusst: "Man muss das alles ausblenden und einfach fahren. Ich habe darüber nicht mehr nachgedacht." Für das Saisonfinale kann er wenig prognostizieren: "Ich bin keine einzige Runde unter Rennbedingungen gefahren. Ich bin nur kurze Versuche gefahren. Die Pace des Autos scheint aber ganz okay zu sein."


Großer Preis von Abu Dhabi

Teamkollege Carlos Sainz stimmt ihm zu: "Ein sehr hartes Wochenende bis jetzt. Gerade, wenn man so eine tolle Saison hatte wie wir, ist es doppelt schmerzhaft, wenn das letzte Wochenende so läuft wie bisher. Ich wollte hier wirklich etwas zeigen und Spaß haben, bisher sieht es aber mit den ganzen Problemen nicht danach aus."

Ursache der Reifenschäden weiterhin unbekannt

Den Spanier verunsichert vor allem die Tatsache, dass man den Grund für die Reifenschäden nicht genau kennt. "Wir wissen noch nicht, was das Problem ist. Wir wissen nicht, was die ganzen Reifenschäden verursacht hat. So können wir auch keine Lösung finden, wenn wir nicht klar verstehen, was los ist. Zumindest wissen wir, dass es mit den Änderungen etwas besser wurde." Trotzdem sei das nicht genug. Die Abstimmung und die Aerodynamik seien nicht ideal. "Deine Vorbereitung für das Wochenende wird dadurch natürlich unterbrochen. Du hast keine Zeit, um über die kleinen Feinheiten nachzudenken, die dir diese letzten zwei Zehntel bescheren."


Fotos: Toro Rosso, Großer Preis von Abu Dhabi


"Das Team hat alle Ressourcen darauf verwendet, das Auto zu reparieren, um sicherzugehen, dass der Reifen und die Felge sich nicht berühren." Ohne das Wissen über die genaue Ursache könne man nicht hundert Prozent sicher sein, dass es nicht doch noch einmal passiert. Trotzdem versichert auch Sainz, dass er unterm Helm im Cockpit nicht daran denkt: "Wenn du ins Autos hüpfst und deine fliegende Runde beginnst, denkst du nicht darüber nach, dass der Reifen in die Luft gehen könnte."

Jody Egginton, Leiter Fahrzeug-Performance bei Toro Rosso, kann seinen Fahrern nur zustimmen: "Durch die fehlende Zeit im Auto wurden unsere Chancen geschmälert. Dadurch kamen die Fahrer nicht ins Q2. Das ist enttäuschend, weil wir unter normalen Umständen viel mehr herausholen hätten können. Wir haben uns dazu entschlossen, drei Versuche zu fahren. Wir wollten den Fahrern die bestmögliche Chance gewähren - mit einem Paket, das an diesem Wochenende nicht optimiert wurde."

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