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Toro Rosso: Gasly beim Reifenmanagement besser geworden

Pierre Gaslys Aufstieg zu Red Bull rückt immer näher: Wie sich der unerfahrene Toro-Rosso-Pilot zuletzt entwickelte und somit er sich im Team viele Freunde machte

(Motorsport-Total.com) - Für Pierre Gasly läuft der Countdown: Der Franzose hat nur noch zwei Rennen und rund eine Handvoll Testtage, um sich im Renncockpit auf seine Premiere im Red-Bull-A-Team 2019 in Melbourne vorzubereiten. Und tatsächlich fällt Toro-Rosso-Chefrenningenieur Jonathan Eddolls auf, dass die Lernkurve von Daniel Ricciardos 22-jährigem Nachfolger steil nach oben geht.

Pierre Gasly

Pierre Gasly hat gelernt, wie man die zickigen Pirellis am besten behandelt Zoom

"Am meisten hat er sich beim Reifenmanagent verbessert", offenbart der Brite, der in seiner Zeit bei Williams bereits mit Weltmeister Nico Rosberg sowie Valtteri Bottas und Rubens Barrichello zusammengearbeitet hat. "Da war er bereits zu Beginn des Jahres gut, aber wir wissen ja, dass die Pirelli-Reifen bei unterschiedlichen Bedingungen sehr schwierig zu verstehen sind. Einmal hat man Graining, dann hat man Blistering, dann überhitzen sie. Und genau daran hat Pierre gearbeitet."

Hat der Franzose das Reifenrätsel, an dem selbst Topstars wie Lewis Hamilton immer wieder verzweifeln, geknackt? "Er hatte kürzlich ein paar Rennen, wo sich gezeigt hat, dass wir die Reifen noch nicht gänzlich verstanden haben", verweist er zum Beispiel auf Suzuka, wo man sich bei der Abstimmung verpokerte und das Auto zu hart einstellte, was sich schließlich negativ auf die Haltbarkeit auswirkte.

Valtteri Bottas, Jonathan Eddolls

Jonathan Eddolls fungierte bei Williams als Renningenieur von Valtteri Bottas Zoom

"Das Gute bei Pierre ist aber, dass er sich nach dem Rennen gerne hinsetzt und alles mit uns durchgeht", beschreibt er seinen Schützling als "äußerst lernwillig". Das kommt nicht nur in Faenza gut an, sondern es macht sich offensichtlich auch bezahlt: "Ganz zuletzt hat er gezeigt, dass er beim Reifenmanagement große Schritte nach vorne gemacht hat."

Doch das ist nicht alles. Der Toro-Rosso-Youngster, der dieses Jahr mit den Plätzen vier, sieben und sechs in Bahrain, Monaco und Ungarn aufhorchen ließ, habe sich auch im Qualifying im Vergleich zum Saisonbeginn stark entwickelt. "Damals hat es ihn manchmal ein bisschen überrascht, wie stark der Grip im Laufe eines Qualifyings zunimmt", verweist er auf die Auswirkungen des Gummiabriebs auf die Rundenzeiten.

"Es ist nicht einfach, das bei jedem Versuch richtig einzuschätzen, aber da hat er sich deutlich verbessert." Überhaupt sei Gaslys Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und seinen Boliden im Laufe des Jahres gewachsen, offenbart Eddolls. "Und er ist ein sehr schneller Fahrer." Man darf also gespannt sein, ob der Toro-Rosso-Pilot seinem hoch eingeschätzten Teamkollegen Max Verstappen Konkurrenz bieten kann.

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