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Toro Rosso: Besorgt wegen Renault-Neuzugang Carlos Sainz

Wieso Toro Rosso gleich doppelt unter dem Verlust von Carlos Sainz leidet, warum man ihn nicht halten konnte und wie man in der WM doch vor Renault bleiben will

(Motorsport-Total.com) - Toro Rosso droht im WM-Finale unter die Räder zu kommen. Grund dafür ist ausgerechnet Carlos Sainz, der bis vor zwei Rennen noch als heißestes Toro-Rosso-Eisen agierte. "Natürlich sind wir besorgt", antwortet Teamchef Franz Tost auf die Frage, ob man Renault durch die Fahrerrochade als größere Bedrohung sehe. Die Franzosen liegen in der Konstrukteurs-WM nur fünf Punkte hinter dem auf Platz sechs liegenden kleinen Red-Bull-Team, für das Sainz 48 der 53 Zähler geholt hatte.

Brendon Hartley, Carlos Sainz

Brendon Hartley und Carlos Sainz: Toro Rosso fürchtet den Ex-Piloten Zoom

Auch die Hoffnung, dass der Spanier bei Renault eine gewisse Eingewöhnungszeit benötigen würde, erfüllte sich nicht, wie dieser mit Platz sieben in den USA und starken Qualifying-Ergebnisse bewiesen hat. Mit Pierre Gasly und Brendon Hartley setzt Toro Rosso währenddessen auf Piloten, die kaum Formel-1-Erfahrung besitzen, und kämpft daher mit stumpfen Waffen.

Warum man Sainz nicht halten konnte? Grund ist der gültige Vertrag mit Renault bis Ende 2018. "Wir haben uns aber 2018 für Honda entschieden und mussten Renault einen Gegenleistung für die vorzeitige Vertragsauflösung anbieten", erklärt Tost. "Und die war Sainz, und deswegen fährt er jetzt für Renault. Uns ist wegen seines Tempos bewusst, dass er für uns eine Bedrohung darstellt, denn er hat die meisten unserer Punkte geholt. Er holt jetzt erstens keine Punkte für uns, und zweitens fährt er für Renault."

Der Verlust des Spaniers, der selbst als Teamkollege von Supertalent Max Verstappen eine gute Figur machte, trifft Toro Rosso als gleich doppelt. Dennoch ist die Lage für Tost nicht hoffnungslos: "Es wird nicht einfach, aber ich bin davon überzeugt, dass wir vor Renault und Haas bleiben können, wenn wir keine technischen Probleme haben."

Tatsächlich verzeichnete Renault bei den vergangenen drei Rennen fünf Ausfälle, worauf sich die Hoffnungen von Toro Rosso stützen. Und selbst, wenn das Team in der Konstrukteurs-WM zurückfallen sollte (auch Haas liegt nur sechs Punkte zurück), sieht Tost die Gesamtlage positiv: "Am Ende wird es sich auszahlen, weil ich damit rechne, dass sich Toro Rosso nächstes Jahr dank Honda in einer fantastischen Situation befinden wird."

Eine gewagte These, wenn man bedenkt, wie McLaren dieses Jahr unter der Honda-Antriebseinheit leidet. Auch auf seine neuen Piloten hält Tost offenbar große Stücke: "Man darf nicht vergessen, dass wir jetzt zwei neue Fahrer bei Toro Rosso haben, die wirklich schnell, entschlossen sind und die enorme Fähigkeiten haben. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihnen."

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