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Thema Sound: Drehzahllimit nicht der Grund für leise Motoren

Laut Mercedes-Antriebschef Andy Cowell sind für den neuen Formel-1-Sound nicht die Drehzahlen verantwortlich - Ansätze zur Erhöhung des Soundpegels in Diskussion

(Motorsport-Total.com) - Der Motorensound bleibt eines der großen Reizthemen der 2014er-Generation der Formel-1-Boliden. FIA-Präsident Jean Todt hatte am Rande des Grand Prix von Bahrain angekündigt: "Wenn die Leute mehr Lärm wollen, dann werden wir etwas unternehmen. Das scheint eine einheitliche Forderung zu sein, also werden wir uns das anschauen."

Mercedes-Motor 2014

Die aktuellen Motoren, hier Mercedes, dürfen maximal 15.000 Touren drehen Zoom

Wie mögliche Maßnahmen zur Erhöhung des Soundpegels genau aussehen könnten, bleibt abzuwarten. Im Gespräch sind unter anderem veränderte Auspuffführungen. "Was eine Veränderung des Sounds betrifft, befinden wir uns in der Anfangsphase eines Beratungsprozesses", sagt Andrew Cowell, Chef der Mercedes-Motorenabteilung in Brixworth, gibt aber zu bedenken: "Aufgrund der im Einsatz befindlichen Technologie haben wir nicht viel Spielraum, um den Sound zu verändern. Wir nehmen uns das Thema zu Herzen, müssen aber realistisch bleiben."

Rein technisch sieht der Mercedes-Antriebschef auf dem Gebiet der Drehzahlen noch Luft nach oben. "In der Saugmotor-Ära gab es Phasen, als wir dachten, 13.000 Umdrehungen pro Minute wären beeindruckend. Am Schluss hatten wir die Motoren alle soweit, dass sie mehr als 20.000 Touren drehten", sagt Cowell und erwartet von den V6-Turbo-Antriebseinheiten "ein ähnliches Entwicklungstempo".

Aktuell gilt für die V6-Turbos ein vom Reglement her vorgeschriebenes Drehzahllimit von 15.000 Umdrehungen pro Minute. In Bezug auf den Sound sieht Cowell die niedrigen Drehzahlen aber nicht als Ursache. "Der Hauptgrund dafür, dass die Motoren leiser sind, ist der Turbo", sagt er.

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