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  • 23.09.2009 · 17:55

Symonds: Unfall-Idee stammte von Piquet

Pat Symonds belastet Nelson Piquet Jun. schwer: Der Pilot selbst habe die Idee gehabt, 2008 in Singapur absichtlich gegen die Wand zu fahren

(Motorsport-Total.com/SID) - Der frühere Renault-Chefingenieur Pat Symonds hat im Unfall-Skandal der Formel 1 dem früheren Piloten Nelson Piquet junior die Schuld zugeschoben. Der Brasilianer sei der erste gewesen, der die Idee zu einem fingierten Unfall gehabt habe, schrieb Symonds in einem Brief an den Automobil-Weltverband FIA.

Pat Symonds (Chefingenieur)

Pat Symonds betont, dass Nelson Piquet Jun. die Idee zum Crash gehabt hätte

Symonds: "Es scheint mir, dass in all den Erklärungen und Untersuchungen die ich gelesen habe, ein Punkt fehlt. Und das ist, dass die Idee zu dem Unfall komplett von Nelson Piquet junior stammt. Er war der Erste, der die Idee an mich herangetragen hat."#w1#

Wie aus den Akten zum Fall "Crashgate" hervorgeht, hat Symonds bereits in seiner Befragung zu Protokoll gegeben, dass der Pilot selbst die Idee hatte. In der FIA-Befragung, in der sich Symonds extrem zugeknöpft gab, antwortete er nur auf eine Frage konkret. Die Frage lautete: "Nelson Piquet Jun. sagt, dass Sie ihn gebeten haben, absichtlich einen Unfall herbeizuführen. Stimmt das?" Symonds Antwort vor der FIA: "Nelson hat am Tag zuvor mit mir gesprochen und es vorgeschlagen. Das ist wirklich alles, was ich dazu sagen will."

Symonds hatte Renault ebenso wie Teamchef Flavio Briatore verlassen müssen, da die beiden als Drahtzieher des Unfall-Skandals beim Singapur-Grand-Prix 2008 gelten. Sie sollen Piquet junior zu dem Unfall aufgefordert haben, um dem Teamkollegen Fernando Alonso damit schließlich zum Sieg zu verhelfen. Während Briatore lebenslänglich gesperrt wurde, darf Symonds fünf Jahre lang nicht im Motorsport arbeiten.