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Stuck: Alonso-Strafe "hundertprozentig falsch"

Der Rennsportexperte Hans-Joachim Stuck über die Höhen und Tiefen des zurückliegenden Italien-Grand-Prix in Monza

(Motorsport-Total.com) - Der Motorsportkenner Hans-Joachim Stuck hatte am Sonntag in Monza prophezeit, dass Michael Schumacher nun auch noch seinen achten Weltmeisterschafts-Titel holen wird. Der Kerpener Schumacher hatte nach seinem Sieg beim Italien-Grand-Prix bekannt gegeben, dass er mit Ablauf der Saison 2006 seine Formel-1-Karriere beenden wird.

Hans-Joachim Stuck

Freut sich auf ein spannendes Saison-Finale: Hans-Joachim Stuck Zoom

Der 55-Jährige hat dem siebenfachen Champion jetzt alles Gute für die Zukunft gewünscht und dabei unterstrichen, dass der Entschluss akzeptiert werden müsse. "Niemand kann in seinen Kopf schauen, auch wenn über die Gründe des Rücktritts in der Öffentlichkeit ausgiebig spekuliert wurde. Aber eins ist sicher: Diese Entscheidung hat er nun endgültig getroffen, und dazu wird er auch stehen. Und damit sollte man sich auch zufrieden geben.", so Stuck gegenüber 'Eurosport'.#w1#

Entscheidungen werfen schlechtes Licht auf Formel 1

Das medienbeherrschende Rücktrittsszenario konnte den Deutschen jedoch nicht von den anderen Ereignissen des Wochenendes ablenken. Der später im Rennen mit Motorschaden ausgefallene amtierende Weltmeister Fernando Alonso hatte von der FIA eine Strafe kassiert und wurde in der Startaufstellung um fünf Plätze nach hinten versetzt, da er im Qualifying Felipe Massa behindert haben soll.

"Er kann sich ja nicht in Luft auflösen." Hans-Joachim Stuck

"Die Strafe für Alonso im Qualifying halte ich für hundertprozentig falsch. Das so was überhaupt möglich ist, hätte ich nicht gedacht. Solche Entscheidungen können ein sehr schlechtes Licht auf die Formel 1 werfen. Ich habe das Training sehr genau beobachtet und in keiner Weise eine Behinderung Massas durch Fernando Alonso gesehen", analysierte Stuck. "Das war eine ganz normale Trainingssituation. Er kann sich ja nicht in Luft auflösen."

Viel Lob für Robert Kubica

Stuck zufolge wäre es angebracht, den Rennkommissaren oder Stuarts, die für die Analyse strittiger Situationen zuständig sind, weiteres Personal zur Seite zu stellen. "Was ich seit Jahren schon fordere, kann ich nach diesem Zwischenfall nur noch einmal betonen: Die Stuarts, deren Entscheidungen häufig meilenweit von der Realität entfernt sind, sollten von drei aktiven Rennfahrern unterstützt werden, die nicht in der Formel 1 tätig sind und wissen, wie der Hase läuft."

"Schön, dass die Rennen nicht nur zwischen Ferrari und Renault entschieden werden." Hans-Joachim Stuck

Aber das Wochenende hatte ebenso seine positiven Momente. Der BMW Sauber F1 Team Pilot Robert Kubica hatte es als erster Pole der Formel-1-Geschichte geschafft, mit dem dritten Rang einen Podestplatz zu erobern. "In seinem dritten Formel-1-Rennen eine solche Position herauszufahren, ist nicht vielen Fahrern in der Geschichte gelungen. Er gehört einer neuen Generation von Fahrern an, die konsequent über die Go-Kart- und die Nachwuchsserien in die Formel 1 kommen und ihr Talent hier umsetzen wollen - Kubica ist das gelungen."

Generell sei das BMW Sauber F1 Team auf dem Vormarsch. "Jetzt liegt man wieder auf Platz fünf vor Toyota. Auch McLaren-Mercedes setzt zu einem Schluss-Sprint an. Dass Kimi Räikkönen mit einem stabilen Auto jederzeit ganz nach vorne fahren kann, wissen wir ja. Und die Strecke in Schanghai dürfte Mercedes liegen. Deshalb halte ich einen Saison-Sieg für Räikkönen auf jeden Fall für möglich", mutmaßte Stuck. "Schön, dass die Rennen nicht nur zwischen Ferrari und Renault entschieden werden. Denn das ist es ja, was die Formel 1 will: Viele starke Teams und jede Menge Abwechslung."

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