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  • 19.06.2018 · 12:35

  • von Dominik Sharaf

Sportchef bestätigt: Red Bull wird kein Honda-Werksteam

Weder Red Bull noch Toro Rosso sollen im Zuge des Motorendeals umbenannt werden - "Viel Respekt" und Aufbruchsstimmung bei den Verhandlungen

(Motorsport-Total.com) - Honda plant nicht, Red Bull oder Toro Rosso in der Formel-1-Saison 2019 als sein Werksteam zu deklarieren. Wie Masashi Yamamoto - der Motorsport-Chef der Japaner - erklärt, wären die Mannschaften im Zuge des jüngsten Antriebsdeals "vertraglich gleichgestellt" und es seien ihnen "faire Konditionen" zugesichert worden. Es beinhalte auch, dass sie mit identischen Antrieben und Updates beliefert würden.

Masashi Yamamoto

Yamamoto ist sicher, die Zusammenarbeit mit Red Bull zum Erfolg zu führen Zoom

Yamamoto meint: "Aus Hersteller-Perspektive wäre es nicht sinnvoll, ein Team als Werksteam zu kennzeichnen und das andere als Kunden." Lieber will sich Honda wie in glorreichen Zeiten als Zulieferer in Szene setzen und nicht an die 2000er-Jahre anknüpfen, als die Übernahme der BAR-Mannschaft zum Debakel wurde. Die Chefs sind optimistisch, dass es besser läuft als mit McLaren.

"Wir haben bei den Gesprächen mit Red Bull gemerkt, dass viel Respekt herrscht. Wir begrüßen es, zumal wir in den vergangenen drei Jahren in der Formel 1 schwierige Zeiten hatten", sagt Yamamoto über seine Treffen allen voran mit Helmut Marko, die von Aufbruchstimmung und Zuversicht gekennzeichnet gewesen sein sollen. "Thema war immer nur: 'Wie können wir gemeinsam siegen?"


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Schon bei der Formel-1-Rückkehr 2015 war es Hondas Wunsch, zwei Teams zu beliefern - allerdings schob McLaren dem einen Riegel vor. "Wir besitzen die nötige Infrastruktur", betont Yamamoto. Dass Red Bull und Toro Rosso Schwesteteams sind, würde Honda die Aufgabe erleichtern.

Obwohl bei der Zusammenarbeit zwischen Milton Keynes, Faenza und Sakura auf Videokonferenzen gesetzt werden wird, betonen die Japaner, bei den Teams vor Ort sein zu wollen - eine Maßnahme, die bei McLaren nicht fruchtete. "Wir haben mehr Zeit als mit Toro Rosso im vergangenen Jahr, aber der Zeitplan noch immer eng", blickt Yamamoto auf das Design des RB15 voraus. "Deshalb müssen wir gut kommunizieren, um eine reibungslose Entwicklung hinzubekommen."

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