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Senna: Auch ohne Kubica keine Chance

Bruno Senna weiß, dass sich an seinen Chancen auf eine Vertragsverlängerung bei Renault durch die Kubica-Absage nichts geändert hat

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn jetzt endlich offiziell bekannt gegeben wurde, dass Robert Kubica am Saisonbeginn 2012 nicht am Start sein wird, sind die Chancen von Bruno Senna auf einen Verbleib im derzeitigen Renault- und künftigen Lotus-Team nicht gestiegen. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' steht der Brasilianer nicht auf der Liste der Kandidaten für das zweite Cockpit neben Witali Petrow.

Bruno Senna

Bruno Senna gehört bei Renault nicht zu den Kandidaten auf ein Stammcockpit

Der Russe ist gesetzt, obwohl er sich kürzlich in einem TV-Interview sehr abfällig über das Team geäußert und sich damit vorübergehend den Zorn von Teamchef Eric Boullier eingehandelt hat. Favorit auf den zweiten Platz ist Romain Grosjean, aber auch Rubens Barrichello ist noch auf der Suche nach einem Formel-1-Stammplatz und selbst Steve Robertson, der Manager von Kimi Räikkönen, hat schon bei Boullier angerufen.

"Ich arbeite daran, das Team von mir zu überzeugen, aber die Konkurrenz ist groß", wird Senna von 'ESPNF1' zitiert. Die Kubica-Absage ändere jedenfalls "gar nichts" an seiner Situation und ihm sei zudem bewusst, dass es "sehr wichtig" ist, Sponsoren mitzubringen: "Wir hatten ermutigende Verhandlungen mit Sponsoren und dem Team. Das Team ist zufrieden, aber sie wollen mehr Konstanz. Ich hatte Höhen und Tiefen und ich brauche zum ersten Mal seit 2008 eine volle Rennsaison, um mich weiter zu steigern."

¿pbvin|512|4259||0|1pb¿Dass er bei weitem nicht der einzige Kandidat ist, der auf Boulliers Liste steht (oder gestanden ist), weiß Senna ganz genau: "Grosjean ist der dritte Fahrer, aber jeder andere auf dem Markt ist ebenfalls ein Rivale. Rubens hat zum Beispiel eine Menge Erfahrung", sagt er über seinen Landsmann, der ihm schon einmal (vor der Saison 2009 bei Brawn) ein Formel-1-Cockpit weggeschnappt hat.

Freie Cockpits, bei denen Senna theoretisch seine Grand-Prix-Karriere fortsetzen könnte, gibt es übrigens nur noch bei Lotus (Jarno Trulli wackelt trotz Vertrag) und HRT (neben Pedro de la Rosa kein zweiter Fahrer bestätigt).