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Schweiz: Freude über überraschenden TV-Vertrag

Völlig überraschend hat die SRG SSR idée suisse doch noch einen Vertrag bis inklusive 2010 über die Formel-1-TV-Rechte abgeschlossen

(Motorsport-Total.com) - Ein großer Aufschrei ging am Jahresanfang durch die Schweiz, als verkündet wurde, dass der Vertrag über die TV-Rechte mit Bernie Ecclestones Formula One Management (FOM) nicht verlängert wird. Dem vorausgegangen war ein Beschluss des Bundesrats, die Fernsehgebühren statt wie von der SRG SSR idée suisse gefordert um 6,5 nur um 2,5 Prozent zu erhöhen.

Armin Walpen

Armin Walpen ist es nun doch gelungen, die Formel 1 im Programm zu halten

Angesichts dieser Entscheidung sah sich Generaldirektor Armin Walpen gezwungen, den Sparstift anzusetzen - und dem fiel unter anderem der sündteure Formel-1-Deal zum Opfer. Doch nun haben sich die Rahmenbedingungen geändert: Wegen "zusätzlich generierter Einnahmen aus Sponsoring und Werbung", so der offizielle Wortlaut, konnte man den Vertrag mit Ecclestone doch bis inklusive 2010 verlängern.#w1#

Rahmenbedingungen haben sich geändert

"Die Gründe, die zum Entscheid geführt hatten, den Vertrag mit der Formel 1 nicht zu verlängern, waren wirtschaftlicher Natur", erklärte Walpen anlässlich der Bekanntgabe. "Diese Gründe sind inzwischen weggefallen, also gibt es keinen Grund, den Vertrag nicht zu erneuern. Vorausgesetzt, die Bedingungen sind akzeptabel - und das sind sie." Verhandelt wurde über die überraschende Kehrtwende demnach schon seit August.

Der Vertrag gilt für alle Fernseh- und Radiosender der SRG SSR idée suisse und beinhaltet auch die Rechte für ein Live-Streaming im Internet. Ausgestrahlt werden die Rennen im Schweizer Fernsehen (SF), aber auch über den Pay-TV-Sender Teleclub. "Möglich wurde dies", teilte Walpen mit, "weil wir dank des Entgegenkommens der FOM die kommerziellen Möglichkeiten im Rahmen der Formel-1-Übertragung ausbauen können."

Sauber war stark involviert

Bernie Ecclestone

Bernie Ecclestone kann sich über einen neuen TV-Vertrag für die Schweiz freuen Zoom

Hinter den Kulissen hat dabei auch Peter Sauber eine Rolle gespielt, der als Vermittler zwischen Walpen und Ecclestone sehr engagiert war und dem es außerdem gelang, BMW und die Credit Suisse zu einer kommerziellen Vereinbarung mit dem SF zu überreden. Der ehemalige Formel-1-Teamchef war bekanntlich einer der schärfsten Kritiker, als durchsickerte, dass die Grand-Prix-Übertragungen gestrichen werden könnten.

So kann am Ende auch FOM-Chef Ecclestone zufrieden sein: "Ich bin hocherfreut, dass wir die seit 1969 andauernde Zusammenarbeit verlängern dürfen. In einem sich stetig wandelnden Markt, in dem sich die Technik laufend verändert und die Fernsehstationen neue Formate anbieten, setzen wir auf Kontinuität. Es freut mich, dass wir zusammen mit der SRG SSR auch in Zukunft das Schweizer Publikum mit unseren Formel-1-Rennen erreichen können", sagte der Brite.

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